Djokovic rudert zurück: Doch gleiches Preisgeld für Frauen

Novak Djokovic
Novak DjokovicAPA/AFP/ROBYN BECK

Novak Djokovic setzt nach einem Treffen mit Billie Jean King und Chris Evert auf Gleichberechtigung. "Wir tragen alle zu unserem Sport bei."

Der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic hat betont, dass es bei der Verteilung der Preisgelder keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern geben dürfe. Der Serbe äußerte sich am Mittwoch (Ortszeit) am Rande des Turniers in Miami nach einem Treffen mit den einstigen Damentennis-Stars Billie Jean King und Chris Evert.

Djokovic hatte in der jüngsten Debatte um gleiche Prämien zuletzt für eine Kontroverse gesorgt, meinte nun aber, er glaube an Gleichberechtigung und gleiche Chancen für alle. "Wir sind alle Teil des gleichen Sports, und wir alle tragen auf unsere eigene und besondere Weise dazu bei." Zuletzt hatte die Nummer eins öffentlich über eine bessere Entlohnung der Herren nachgedacht, weil die Statistiken zeigten, dass sie mehr Zuschauer anziehen würden.

Die jüngsten Diskussionen hatten sich an Äußerungen des mittlerweile zurückgetretenen Turnierdirektors von Indian Wells, Raymond Moore, entzündet. Dieser hatte dem Damen-Tennis unterstellt, nur eine Art Anhängsel des Herren-Tennis zu sein.

King äußerte sich in ihrer Kritik an Moore dennoch zurückhaltend. "Ich schubse ihn nicht von der Klippe, weil ich ihn mag und er einige große Dinge für uns getan hat", sagte die stets für Gleichberechtigung eintretende Tennis-Ikone. "Niemand ist perfekt. Ich habe auch schon Unsinn erzählt."

(APA/dpa)