Marktbericht. Schlechte Nachrichten aus Japan drückten auch in Europa zum Auftakt die Indizes, Wien bildet dabei keine Aufnahme.
Wien. Die Wiener Börse hat am Freitag im Frühhandel ihre Auftaktverluste etwas eindämmen können. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.264,65 Punkten nach 2.270,38 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 5,73 Punkten bzw. 0,25 Prozent.
Im Frühhandel sorgte der Kursrutsch an der Tokioter Börse für Belastung. Der Nikkei-225 war nach schwachen Stimmungsdaten aus der japanischen Industrie um 3,55 Prozent eingebrochen.
Besondere Aufmerksamkeit werden die Anleger am Nachmittag auf die US-Konjunkturdaten richten. Neben dem Einkaufsmanagerindex ISM der Industrie steht der viel beachtete offizielle Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Die Experten der Helaba sehen in den beiden Veröffentlichung wichtige Indikatoren für eine weitere Normalisierung der US-Geldpolitik. Dennoch erwarten sie angesichts der jüngsten Äußerungen von Notenbankchefin Janet Yellen keine Zinserhöhung auf der nächsten Sitzung der Fed.
Die europäischen Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes, die am Vormittag veröffentlicht werden, dürften hingegen weniger Beachtung finden.
Unter den heimischen Einzelwerten zogen Flughafen Wien um klare 1,51 Prozent auf 97,45 Euro an. Heute startet die Angebotsfrist des australischen Pensionsfonds ISM für weitere zehn Prozent am Flughafen. Die Australier bieten in einem freiwilligen öffentlichen Angebot 100 Euro je Aktie. Die Frist läuft bis 28. April 15.00 Uhr Ortszeit.
Bester Wert waren allerdings Schoeller-Bleckmann mit plus 2,97 Prozent auf 55,10 Euro. Damit haben die Aktien seit Mittwoch gut acht Prozent zugelegt. Die Aktien der OMV verbesserten sich um 1,35 Prozent auf 25,06 Euro.
Am unteren Ende notierten Andritz, die 2,56 Prozent auf 47,02 Euro absackten. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktie der Andritz angesichts des eingetrübten Geschäftsumfelds von 61,7 auf 55,0 Euro gesenkt. Die Empfehlung "accumulate" wurde gleichzeitig bestätigt.
Raiffeisen fielen um 1,39 Prozent auf 13,13 Euro und Erste Group verloren 0,36 Prozent auf 24,61 Euro.
Der ATX Prime notierte bei 1.163,78 Zählern und damit um 0,26 Prozent oder 3,01 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zwölf Titel mit höheren Kursen, 22 mit tieferen und drei unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 681.371 (Vortag: 619.450) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 20,45 (14,62) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.
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ISIN AT0000999982