Besondere Aufmerksamkeit werden die Anleger am Nachmittag auf die US-Konjunkturdaten richten. Neben dem Einkaufsmanagerindex ISM der Industrie steht der viel beachtete offizielle Arbeitsmarktbericht auf der Agenda.
Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, zu Mittag bei moderatem Volumen mit gut behaupteter Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.271,07 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 0,69 Punkten bzw. 0,03 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,68 Prozent, FTSE/London -0,45 Prozent und CAC-40/Paris -1,77 Prozent.
Im Frühhandel sorgte noch der Kursrutsch an der Tokioter Börse für Belastung. Der Nikkei-225 war nach schwachen Stimmungsdaten aus der japanischen Industrie um 3,55 Prozent eingebrochen.
Besondere Aufmerksamkeit werden die Anleger am Nachmittag auf die US-Konjunkturdaten richten. Neben dem Einkaufsmanagerindex ISM der Industrie steht der viel beachtete offizielle Arbeitsmarktbericht auf der Agenda. Die Experten der Helaba sehen in den beiden Veröffentlichung wichtige Indikatoren für eine weitere Normalisierung der US-Geldpolitik. Dennoch erwarten sie angesichts der jüngsten Äußerungen von Notenbankchefin Janet Yellen keine Zinserhöhung auf der nächsten Sitzung der Fed.
Unter den heimischen Einzelwerten zogen Flughafen Wien um klare 1,26 Prozent auf 97,21 Euro an. Heute startet die Angebotsfrist des australischen Pensionsfonds IFM für weitere zehn Prozent am Flughafen. Die Australier bieten in einem freiwilligen öffentlichen Angebot 100 Euro je Aktie. Die Frist läuft bis 28. April 15.00 Uhr Ortszeit.
Ein Analyst der Erste Group erwartet, dass sich der Aktienpreis weiter an den Angebotspreis annähern wird. Allerdings bestehe die Gefahr, dass mehr als die Hälfte des Streubesitzes, der derzeit rund 20 Prozent ausmacht, angeboten werden. Nach Ende der Frist gebe es keine Garantie, dass der Kurs oben bleibt, so der Experte. Durch den geringeren Streubesitz werde die Aktie für institutionelle Investoren sogar deutlich uninteressanter.
Bester Wert waren allerdings Schoeller-Bleckmann mit plus 3,55 Prozent auf 55,41 Euro. Damit haben die Aktien seit Mittwoch gut acht Prozent zugelegt.
Die Aktien der OMV verbesserten sich um 0,30 Prozent auf 24,80 Euro. Die OMV wird im Tausch für die Beteiligung an einem sibirischen Gasfeld des russischen Gazprom-Konzerns keine Vermögensteile in Österreich hergeben. Das hat OMV-Chef Rainer Seele heute, Freitag, in St. Petersburg klargestellt. "Eine Beteiligung an irgendwelchen Assets in Österreich ist nicht vorgesehen", sagte Seele. Welche Assets die Russen bekommen sollen, wird heute mit Gazprom besiegelt.
Am unteren Ende notierten Andritz, die 2,32 Prozent auf 47,14 Euro absackten. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktie der Andritz angesichts des eingetrübten Geschäftsumfelds von 61,7 auf 55,0 Euro gesenkt. Die Empfehlung "accumulate" wurde gleichzeitig bestätigt.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 11.10 Uhr bei 2.279,04 Punkten, das Tagestief lag um 9.05 Uhr bei 2.239,79 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,01 Prozent höher bei 1.166,92 Punkten. Im prime market zeigten sich 19 Titel mit höheren Kursen, 13 mit tieferen und fünf unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 1.938.960 (Vortag: 1.809.317) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 60,34 (44,96) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 178.694 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 8,82 Mio. Euro entspricht.
(APA)