Mikl-Leitner: Türkei darf Flüchtlinge nicht zurückschicken

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Die Innenministerin stellt die Seriosität der Türkei als Partner in Frage. Sie nimmt die EU in die Pflicht.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat am Freitag klare Worte zu Berichten gefunden, dass die Türkei Flüchtlinge nach Syrien zurückschickt. Im Ö1-Abendjournal sagte sie, die EU müsse sicherstellen, "dass die Türkei die Menschen nicht in Kriegsgebiete zurückschickt. Ich habe immer gesagt, dass die Türkei ein fragwürdiger Partner ist".

Wenn Europa "gegen die unkontrollierte illegale Migration dicht macht, dann können wir legale Wege direkt aus den Krisengebieten schaffen. Das muss unser Ziel sein", fügte die Innenministerin hinzu.

Zuvor hatte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn bereits im Ö1-Mittagsjournal erklärt, den von NGOs gemachten Vorwürfen, die Türkei schiebe massenhaft Flüchtlinge aus Syrien in das Bürgerkriegsland zurück, müsse nachgegangen werden. Die EU werde "in aller Offenheit" mit den türkischen Partnern darüber sprechen. Allerdings sei er kürzlich in der Türkei gewesen und habe sich dabei selbst von dem "sehr guten und korrekten" Umgang mit den syrischen Flüchtlingen überzeugt.

(APA)

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