„Einwirken“ bitte, aber schnell!

Michael Häupl und Erwin Pröll sollen in der Skylink-Affäre endlich ein Machtwort sprechen– und dem Rechnungshof grünes Licht geben.

Nächste Woche wollen die Prüfer des Rechnungshofs damit beginnen, den Skandal um den Flughafenterminal „Skylink“ auszuleuchten. Bis jetzt ist allerdings nicht klar, ob sie das auch dürfen. Denn die Verantwortlichen des Flughafens haben sich dazu noch noch nicht konkret geäußert.

Das ist zumindest ein ebenso großer Skandal wie die hunderten Millionen an Baukostenüberschreitung, die ein überforderter Vorstand unter den Augen eines ebenso überforderten Politaufsichtsrats produziert hat. Hier geht es nicht um Befindlichkeiten. Hier geht es um eine Menge Geld, um Misswirtschaft unglaublichen Ausmaßes und möglicherweise auch um Dinge, für die sich die Staatsanwaltschaft interessieren könnte. Das schreit nach Aufklärung.

Hier ist das am meisten durchpolitisierte Unternehmen Österreichs kläglich gescheitert. Hier steht das Postenbesetzungssystem Häupl/Pröll auf dem Prüfstand.

Wenn schon der Vorstand einen auf passiven Widerstand macht (was man ja irgendwie versteht), dann mögen wenigstens die politisch Verantwortlichen auf den Tisch hauen. Die Bundesländer Wien und Niederösterreich haben sich im Syndikatsvertrag gegenseitig zugesichert, auf den Aufsichtsrat im Sinne der beiden Bundesländer „einzuwirken“. Das wird für die beiden Landeshauptleute jetzt wohl nicht so schwer sein – wenn sie wollen. (Bericht: S. 11)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.07.2009)

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