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Hundstorfer warnt vor "verlorener Stimme" an Van der Bellen

Hundstorfer
HundstorferAPA/ROBERT JAEGER
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Schauspielerin Christiane Hörbiger unterstützt offiziell den SPÖ-Kandidaten für die Hofburg. Dieser kritisierte die grüne und blaue Konkurrenz.

Das Personenkomitee für SPÖ-Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer hat sich am Montag öffentlich präsentiert. Neben den Haupt-Proponenten Franz Vranitzky und Brigitte Ederer kam unter anderem auch Schauspielerin Christiane Hörbiger begleitet von ihren zwei Hunden als Hundstorfer-Unterstützerin ins Dachgeschoß der Wiener Urania.

Damit gibt es am Wahlabend quasi auch ein Duell der Hörbiger-Schwestern. Denn Maresa Hörbiger hat sich bereits vor längerem dem Unterstützungskomitee für den Grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen angeschlossen. Vom Schwestern-Trio hat sich damit einzig Elisabeth Orth, die dereinst Heinz Fischer unterstützt hatte, noch nicht geoutet, wen sie sich als ersten Mann im Staat wünschen würde.

Hundstorfer und Hörbiger
Hundstorfer und Hörbiger(c) APA (ROBERT JAEGER)

Hundstorfer als Anti-These zu "unappetitlichen Tendenzen"

Am Montag fanden sich jedenfalls zum Support des roten Hofburg-Anwärters auch Theater-Prinzipal Adi Hirschall, Moderator Alfons Haider, (mit Hundstorfer-Hut) Almdudler-Chef Thomas Klein, Soubrette Birgit Sarata, Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), das Banker/Politiker-Ehepaar Gertrude Tumpel-Gugerell und Herbert Tumpel sowie jede Menge anderer mehr oder weniger prominenter Unterstützer ein.

Alt-Kanzler Vranitzky machte in einer kurzen Ansprache nochmals klar, dass er sich Hundstorfer nicht nur deshalb als Staatsoberhaupt wünscht, weil er die gleiche Weltanschauung wie dieser habe. Vielmehr wäre der frühere Sozialminister auch eine Anti-These zu jenen "unappetitlichen rechtspopulistischen Tendenzen", die sich in Europa breit machten. Hundstorfers Gestaltungswillen und seine große Weitsicht würdigte die frühere Siemens-Chefin und Wiener Finanzstadträtin Brigitte Ederer. Als Beleg dafür nannte sie die Ausgliederung der Stadtwerke, die mit dem damaligen Gewerkschaftschef im Rathaus gelungen sei.

Kritik an FPÖ-Kandidat Hofer

In seiner kurzen Ansprache an die Gäste warb Hundstorfer einmal mehr für sich als verbindende Kraft, die notfalls die Regierung so oft zu sich zum Kaffee bitten werde, bis sie schon Sehnsucht nach Kamillen-Tee bekäme. Hauptangriffsziel des roten Präsidentschaftskandidaten war diesmal sein blauer Konkurrent Norbert Hofer wegen dessen Überlegungen, eine reform-faule Regierung zu entlassen. Dieser wolle ein Notfall-Instrument gleich als erste Amtshandlung einsetzen, warnte Hundstorfer.

Abgeraten wurde vom roten Kandidaten auch, im ersten Wahlgang den Grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen zu unterstützen. Der möge zwar sympathisch wirken, eine Stimme für ihn wäre aber eine "verlorene Stimme" für die Stichwahl, ist Hundstorfer überzeugt.

(APA)