Big Business am Badestrand

Gesundheitskarrieren trotz kranker Kassen.

Dass eine umfassende Gesundheitsreform und die Sanierung der Krankenkassen ähnlich aussichtsreich sind wie eine fundamentale Verwaltungsreform, daran zweifelt niemand. Trotzdem sollte man sich von kranken Kassen den Blick nicht auf Karrieren im Gesundheitssektor verstellen lassen. Denn neben dem ersten „offiziellen“ Markt der traditionellen Gesundheitsversorgung gibt es noch einen zweiten, boomenden Gesundheitsmarkt. Nein, die Rede ist nicht von Astro-Heilern und Esoterik-Fuzzis, sondern vom Präventions- und Vorsorgemarkt. Von dem Markt, auf dem sich gerade jetzt zigtausende Österreicher tummeln, die ihren Urlaub mit flotten Fitness- und Wellnessangeboten aufpeppen.
Derzeit stehen bereits 30 Prozent aller Inlandsreisen
unter diesem Motto. Der private Gesundheitsmarkt
ist in den letzten Jahren mit jährlich 4,7 Prozent gewachsen, zeigt eine Analyse von Wirtschaftsministerium, WKO und Roland Berger.
Dass es hier alles andere als langweilig oder entspannt
zugeht, darüber herrscht unter Experten
Einigkeit. Sie erwarten im Gesundheitssektor auch
eine starke Innovationsdynamik. Für findige Köpfe
kann es daher sehr lohnenswert sein, am Badeplatz
nicht nur eingeölte Luxuskörper zu beobachten, sondern sich mit neuen Produkten und Dienstleistungen zu beschäftigen, an denen die Gäste in Zukunft nicht vorbeikönnen. Die Krise wird die Wachstumsdynamik im Gesundheitssektor nur kurz beeinträchtigen können.
Der Trend zur Vorsorge und zum Wohl befinden
ist stärker. Das bedeutet wirtschaftlich äußerst gesunde Zeiten für Manager, Strategen, Innovatoren und Unternehmen, die auf diesem Markt aktiv sind.

E-Mail an: johanna.zugmann@diepresse.com


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