Nach einer monatelangen Übernahmeschlacht setzt sich VW-Aufsichtsratschef Piëch durch. Der Porsche-Betriebsrat plant nun massiven Widerstand und will Werke zu besetzen.
Kurz vor den entscheidenden Aufsichtsratssitzungen bei VW und Porsche am kommenden Donnerstag nehmen die geplanten Strukturen in einem künftigen gemeinsamen Großkonzern Kontur an. Nach einer monatelangen Übernahmeschlacht hat sich der mächtige VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch offenbar durchgesetzt: VW soll den Sportwagenbauer in zwei Schritten komplett übernehmen, Porsche soll als zehnte Marke eigenständig weitergeführt werden.
Darauf hätten sich die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch verständigt, verlautete am Wochenende aus Branchenkreisen. Am Ende des Verschmelzungsprozesses dürfte auch für den bisherigen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking kein Platz mehr sein. In Deutschland erhitzt die Abfindung für Wiedeking die Gemüter. Ihm sollen mehr als 100 Mio. Euro zustehen.
Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hat massiven Widerstand gegen die Übernahme angekündigt. „Die Porsche-Mitarbeiter haben in den vergangenen 14 Jahren galaktische Gewinne erzielt und werden jetzt auch galaktisch um die Eigenständigkeit von Porsche kämpfen“, sagte Hück.
Denn die Integration in den VW-Konzern gefährde die 11.000 Arbeitsplätze bei Porsche. Die Mitarbeiter wollen die Werke besetzen. Auch unbefristete Streiks seien laut Hück vorgesehen.
Aller Voraussicht nach wird VW auch die Porsche Holding in Salzburg übernehmen.