Für Niedersachsens Ministerpräsident Wulff liegen "alle Fakten auf dem Tisch", spätestens am Donnerstag soll klar sein, wie es bei VW und Porsche weitergeht.
Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff fordert, bis kommenden Donnerstag endgültige Klarheit über die Zukunft von VW und Porsche zu schaffen. In einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" betonte der CDU-Politiker, alle für eine Entscheidung notwendigen Fakten lägen jetzt auf dem Tisch.
"Mein leidenschaftlicher Appell lautet: Lasst uns am Donnerstag den Knoten durchschlagen, damit wir bei VW und Porsche endlich wieder die Konkurrenz ins Visier nehmen und uns ganz auf den Autobau konzentrierten können", sagte Wulff, der auch dem Aufsichtsrat von VW angehört. Bei einem Scheitern müssten beide Konzerne getrennte Wege gehen, drohte er: "Dann macht jeder sein eigenes Ding."
Wulff äußerte den Wunsch, dass in den Aufsichtsratssitzungen von Porsche und Volkswagen am Donnerstag eine Grundsatzvereinbarung für einen integrierten Automobilkonzern eine breite Mehrheit bekommt. "Nach Verschmelzung gehört die Porsche AG dann ganz zur VW-Porsche AG", sagte Wulff. Dieses Unternehmen, an dem auch Katar einen Anteil von bis zu 20 Prozent hielte, habe gute Chancen, größter Autokonzern der Welt zu werden.
(Ag.)