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Telekom: A1-Vertriebschef muss gehen

A1 Telekom Austria bringt den Philosophen und Bestseller-Autor
A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice
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"Presse"-exklusiv. Alexander Sperl verlässt "auf eigenen Wunsch" das Unternehmen. Er kam wegen Großaufträgen unter Druck.

Wien. Die Österreich-Sparte der Telekom Austria (A1 Telekom Austria) verliert Schritt für Schritt wichtige Großkunden. Das hat nun personelle Konsequenzen: Der Vertrag von A1-Vertriebsvorstand Alexander Sperl wird nicht verlängert. Dies erfuhr „Die Presse“ aus Konzernkreisen. Kurz darauf kam die Bestätigung: Sperl scheidet bis Ende Juni aus dem Vorstand aus.

Der 44-Jährige, der „auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen“ geht, wie es offiziell hieß, stand unter Druck: Denn das Unternehmen, das für mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes verantwortlich ist, hat bedeutende Großaufträge an Konkurrenten verloren – und jeder verlorene Großkunde bedeutet einen massiven Umsatzentgang. Zuletzt ging es um eine neue Order des ORF, bei der A1 leer ausging. Sperl wird dafür die Verantwortung gegeben. Es geht auch um das Image als Toplieferant. „Die Presse“ berichtete schon am 10. März von der bevorstehenden Ablöse.

Sperl war seit mehr als 15 Jahren in verschiedenen Management-Positionen im In- und Ausland tätig. Er arbeitete bei der slowenischen Tochter Si.mobil und der serbischen Vip.mobile und war für den Launch der konvergenten Marke A1 verantwortlich.

Konzernchef Alejandro Plater, der Sperl einen „erfahrenen Manager und Kenner unserer Industrie“ nennt, muss nun wieder auf Managersuche gehen. Erst Anfang Februar wurde Margarete Schramböck zur neuen A1-Chefin gekürt. Wenn sie ihren Job Anfang Juni antritt, dürfte noch kein Nachfolger für Sperl feststehen. (kor./eid)

(kor/eid)

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