Aus drei verbindlichen Angeboten kann General Motors beim Opel-Verkauf wählen. Neben dem Zulieferer Magna und dem Finanzinvestor RHJ hat auch der chinesische Hersteller BAIC ein Angebot abgegeben.
Der US-Autobauer General Motors kann zwischen drei verbindlichen Angeboten für den deutschen Autobauer Opel wählen. Bis zum Ablauf der Frist am Montagabend hat neben dem austro-kanadischen Autozulieferers Magna und dem Finanzinvestor RHJ auch der chinesische Hersteller BAIC eine Offerte gelegt.
„Die Angebote werden nun von GM analysiert und verglichen“, hieß es aus der Zentrale des US-Autokonzerns. Etwas überraschend ist, dass die Chinesen im letzten Moment noch in den Bieterkampf eingestiegen sind. Sie gelten allerdings als Außenseiter.
General Motors will nun einen internen Favoriten küren und dann ab Mitte der Woche Gespräche mit der Politik suchen. Vor allem mit der Europäischen Union und der deutschen Bundesregierung. Ihr Votum ist neben jenem von GM maßgeblich, denn sie entscheiden über Bürgschaften für milliardenschwere Kredite, die Opel dringend braucht.
Letztlich entscheidet ein zu gleichen Teilen von GM und Deutschland besetztes Treuhandgremium über den Verkauf des Autobauers. Die Treuhand hält komissarisch 65 Prozent der Anteile an Opel. Während die Ministerpräsidenten der vier Opel-Bundesländer und Teile der Bundesregierung Magna als neuen Opel-Eigner bevorzugen, präferiert General Motors den Finanzinvestor RHJ. Womit es also doch beim Zweikampf bleiben dürfte.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2009)