EU-Kommissar Verheugen: Noch keine tragfähige Lösung für Opel

European Industry Commissioner Verheugen
European Industry Commissioner Verheugen(c) REUTERS (Thierry Roge)
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GM-Insider erwarten Empfehlung von General Motors für Opel-Investor erst kommende Woche. Dann liegt es an der EU-Kommission, ob die Einigung genehmigungsfähig ist.

Der EU-Kommissar für Unternehmen und Industriepolitik, Günter Verheugen, hat sich abwartend zu den Rettungsbemühungen für den deutschen Autobauer Opel geäußert. "Eine tragfähige Lösung liegt bislang nicht vor", sagte Verheugen dem "Bonner General- Anzeiger". Im Fall einer Einigung werde die EU sehen müssen, ob sie genehmigungsfähig ist. "Es wird jedenfalls keine Routineprüfung", sagte Verheugen.
"Wir müssen überzeugt sein, dass die europäischen Werke eine Zukunft haben", so der Kommissar.

Im Übernahmekampf um Opel wird der bisherige Eigentümer General Motors wahrscheinlich im Laufe der kommenden Woche seinen Favoriten nennen. Eine über die GM-Pläne informierte Person sagte am Dienstag: "Ich würde sagen, spätestens Ende kommender Woche werden wir sagen, mit wem wir weitermachen." Zuvor waren die drei Angebote der Opel-Interessenten, Magna, RHJ und des chinesischen Autobauers BAIC bei GM und der Bundesregierung eingegangen.

Nach Informationen aus deutschen Regierungskreisen treffen sich Vertreter von GM und der Bundesregierung am Mittwoch im Kanzleramt. Von dem Informationstreffen seien keine Entscheidungen zu erwarten, hieß es. Die drei Unternehmen hatten zum Ablauf der Bieterfrist am Montag ihre Angebote bei GM Europa in Zürich abgegeben.

Nach den zuletzt bekanntgewordenen Konzepten will BAIC bei einer Opel-Übernahme 7584 Arbeitsplätzen in Europa abbauen. Magna plant den Abbau von 11.600 und RHJ die Streichung von europaweit 9900 Stellen. Magna will nach eigener Darstellung alle Werke erhalten. BAIC und RHJ wollen das Opel-Werk Antwerpen endgültig und das Werk in Eisenach für zwei Jahre schließen. Im Fall einer Übernahme plant BAIC mit staatlichen Kreditgarantien in Höhe von 2,64 Milliarden Euro, Magna mit 4,5 Milliarden und RHJ mit 3,8 Milliarden Euro.

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