Opel-Verkauf: Nur noch Magna und Investor RHJI im Rennen

ARCHIV - Ein Logo am Kuehlergrill eines Opels ist am 26. Mai 2009 vor der Opel-Zentrale in Ruesselshe
ARCHIV - Ein Logo am Kuehlergrill eines Opels ist am 26. Mai 2009 vor der Opel-Zentrale in Ruesselshe(c) AP (Michael Probst)
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Der chinesischem Autobauer BAIC ist in den Verhandlungen um die Übernahme von Opel ausgeschieden. Am Montag hatten alle drei Unternehmen ein Angebot gelegt. Magna gilt als Favorit für die Übernahme.

Der chinesische Investor BAIC ist aus dem Bieterrennen um Opel ausgeschieden. Der Verhandlungsführer des US-Konzerns General Motors, John Smith, erklärte am Donnerstag in Zürich, die weiteren Verhandlungen zur Zukunft von Opel würden nun nur noch mit dem Zulieferer Magna und dem Finanzinvestor RHJ geführt. Dies sei mit der Opel Task Force von Bund und Ländern sowie der Opel Treuhand vereinbart worden. BAIC waren von Anfang an nur geringe Chancen eingeräumt worden, bei Opel zum Zuge zu kommen.

Die Chinesen hatten versucht zu punkten, indem sie mehr Eigenkapital als alle Mitbewerber bei Opel einbringen wollten. Zudem hatten sie angeboten, mit lediglich rund 2,6 Milliarden Euro Staatshilfe auszukommen. Der chinesische Autobauer war aber von der deutschen Politik als ungeeigneter Partner eingestuft worden, zum einen wegen seiner geringen Größe, zum anderen weil BAIC offenbar nicht die Unterstützung der Pekinger Regierung hatte.

Zuschlag für RHJ unwahrscheinlich

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) sagte, dass nach seiner Einschätzung in zwei bis drei Wochen die endgültige Entscheidung bei GM für den Bieter Magna fallen werde. Ein Zuschlag für RHJ sei unwahrscheinlich, weil dies die Bundesländer mit Opel-Standorten nicht akzeptieren würden, sagte er im SWR.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungen der vier "Opel-Länder" hatten sich am Mittwoch gleichermaßen für das kanadische Unternehmen Magna als künftigen Eigner ausgesprochen. In einem vierstündigen Spitzengespräch der Bundesregierung und der Länder mit General Motors im Berliner Kanzleramt wollte sich der US-Konzern jedoch noch nicht auf einen Favoriten festlegen.

Gewerkschaft gegen Finanzinvestor

Die IG Metall spracht sich klar gegen den Finanzinvestor RHJ als Käufer von Opel aus. Man sei weiter bereit, sich an einem zukunftsfähigen Konzept zu beteiligen, erklärte der Vorsitzende Berthold Huber. "Für kurzfristige Shareholder-Interessen wie von RHJ steht die IG Metall aber nicht zur Verfügung."

Offenbar gehe es RHJ wie jedem anderen Finanzinvestor nur darum, "schnell Kasse zu machen" und Opel möglichst rasch gewinnbringend weiterzuverkaufen, meinte Huber. In dem bisher bekannten Konzept der zu Ripplewood gehörenden RHJ-Gruppe sei keine langfristige Strategie erkennbar. Damit würde die Zukunft von Opel und von Tausenden von Arbeitsplätzen verspielt, monierte er. "Auch Arbeitnehmer investieren nur dann in ihr Unternehmen, wenn sie daran beteiligt werden und verbindliche Zusagen für den Erhalt der Standorte und den Ausschluss von Kündigungen erhalten", betonte Huber.

(APA)

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