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Ederer fordert Ablöse von Werner Faymann

Brigitte Ederer
Brigitte EdererAPA/HANS KLAUS TECHT
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Ex-Staatssekretärin und Siemens-Managerin: "Kanzler kann nicht so tun, als hätte dies alles nichts mit ihm zu tun."

Die Ex-Siemens-Managerin und frühere SPÖ-Spitzenpolitikerin Brigitte Ederer macht Bundeskanzler und SPÖ-Parteiobmann Werner Faymann für Rudolf Hundstorfers Niederlage und Norbert Hofers klaren Sieg verantwortlich. Gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" (Montagausgabe) fordert sie Faymanns Ablöse. "Dass es in der Partei eine Veränderung braucht, ist notwendig. Das liegt doch auf der Hand", so Ederer.

"Werner Faymann kann nicht so tun, als hätte dies alles nichts mit ihm zu tun, weil er ja nicht zur Wahl gestanden sei. Diese Niederlage hat sehr viel mit der Regierungspolitik zu tun. Es hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass die Wähler den Schmied wählen und nicht den Schmiedl. Das zeigte auch der Rechtsruck der SPÖ in der Flüchtlingspolitik", wird Ederer zitiert. Sie hatte gemeinsam mit Alt-Kanzler Franz Vranitzky Hundstorfers Personenkomitee geleitet.

Entscheidung binnen zwei, drei Tagen gefordert

In zwei bis drei Tagen müsse klar sein, wie es weitergeht, fordert Ederer einen "Verantwortlichen für diese Niederlage". Besorgt blickt Ederer auf den nächsten Sonntag, den Tag der Arbeit. "Da kann es auch passieren, dass die Kundgebung am 1. Mai zu einer Demonstration gegen die SPÖ-Spitze wird. Da ist was ins Rutschen gekommen", konstatiert Ederer, die von 1992 bis 1995 Europa-Staatssekretärin im Bundeskanzleramt war.

(APA)