Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

81-Millionen-Dollar-Raubzug auf fehlende Firewall zurückzuführen

(c) Symbolbild(c) REUTERS (Pawel Kopczynski)
  • Drucken

Es ist der größte Betrag, der je bei einem Bankraub erbeutet werden konnte. Die Zentralbank Bangladeschs sparte bei Netzwerkschaltern und der Firewall.

Der spektakuläre Hackerangriff auf die Zentralbank Bangladeschs könnte für ein Nachbeben in der weltweiten Finanzwelt sorgen. Nach Reuters-Informationen gelang es den Cyberkriminellen, die vor einigen Wochen 81 Millionen Dollar von der Zentralbank erbeuteten, möglicherweise in eine Software des internationalen Zahlungsverkehrssystems Swift einzudringen.

Darauf deuten Erkenntnisse von Sicherheitsexperten des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems hin. Die Fachleute sagten der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten vermutlich ein Schadprogramm ausfindig gemacht, das die Hacker bei ihrem Angriff benutzt hätten. Mit diesem Schadprogramm hätten sie die Swift-Kundensoftware Alliance Access manipuliert. Damit wollten die Cyberdiebe ihre Spuren verwischen und die Entdeckung des Raubs verzögern.

Update wird nachgereicht

Eine Swift-Sprecherin bestätigte die Existenz eines Schadprogramms, das auf die Kundensoftware abziele. Sie kündigte an, an diesem Montag ein Software-Update vorzulegen, das das Schadprogramm ausschalten soll. Außerdem solle eine Sicherheitswarnung an Finanzinstitute herausgegeben werden. BAE wollte die Öffentlichkeit ebenfalls an diesem Montag in einem Blog über seine Erkenntnisse informieren.

Swift ist ein Dreh- und Angelpunkt des internationalen Finanzsystems. Es handelt sich um eine internationale Kooperative von 3.000 Finanzinstituten mit Sitz in Brüssel. Sie soll dafür sorgen, dass Zahlungsvorgänge sicher und reibungslos über die Bühne gehen.

Die Cyberattacke auf die Zentralbank von Bangladesch ereignete sich Anfang Februar. Die unbekannten Diebe knackten die Sicherheitssysteme der Notenbank und gelangten an Zugangsdaten für Überweisungen. Als Konsequenz aus dem Angriff musste der Notenbank-Chef zurücktreten.

(APA/Reuters/Red.)