Schnellauswahl

Glawischnig gegen Anti-Hofer-Demonstrationen

BP-Wahl - Glawischnig hat keine Freude mit Demos gegen Hofer
Eva GlawischnigAPA/ROLAND SCHLAGER

Sie wünsche sich eine Bewegung für Van der Bellen und nicht gegen Hofer, sagt die Grünen-Chefin.

Grünen-Chefin Eva Glawischnig hat wenig Freude mit angekündigten Demonstrationen gegen den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer. In einer Pressekonferenz äußerte sie am Dienstag ihre Hoffnung auf eine Wahlbewegung nicht gegen Hofer, sondern für den ehemaligen Grünen-Obmann Alexander Van der Bellen.

Glawischnig betonte, dass sie natürlich für das Demonstrationsrecht eintrete. Persönlich wünsche sie sich aber, dass die Unterstützer für Van der Bellen laufen und ihre Energie nicht in Demonstrationen gegen Hofer stecken. Die "Offensive gegen Rechts" (OgR) und die ÖH der Universität Wien hatten für 19. Mai zu einer Demo gegen Hofer aufgerufen.

Die Grüne Bundessprecherin bekräftigte aber auch ihre Kritik am blauen Kandidaten. Hofer sei der verlängerte Arm der FPÖ und könne als Bundespräsident jederzeit den Schalter umlegen für Neuwahlen und für einen Bundeskanzler Heinz-Christian Strache. Sie hoffe, dass die Mehrheit der Österreicher nicht einen blauen Bundespräsidenten und einen blauen Bundeskanzler wolle.

"Im zweiten Wahlgang alles möglich"

Für die Stichwahl zeigte sich Glawischnig zuversichtlich. Trotz des großen Rückstandes von Van der Bellen im ersten Wahlgang sei noch "alles möglich", die Karten würden jetzt neu gemischt. Glawischnig hofft, dass die Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten und vor allem von Irmgard Griss sich jetzt für Van der Bellen entscheiden. Die Bewegung für den von den Grünen unterstützten Kandidaten werde auch schon breiter. Verschiedene namhafte Persönlichkeiten hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Die Grünen und das Team Van der Bellens hätten von Beginn an mit der Stichwahl geplant, betonte Glawischnig. Es werde auch weitere finanzielle Zuwendungen der Partei geben - sowohl von der Bundes- als auch den Landesparteien. Der Rahmen dafür sei gerade in Verhandlung.

(APA)