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Ein Edelstein im wienerischen Opernschatz

Gabriele Sima
Gabriele Sima(c) Wiener Staatsoper / Axel Zeininger
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Zum Tod des treuen Ensemblemitglieds Gabriele Sima.

Sie war eine der herzerfrischenden Erscheinungen im Ensemble der Wiener Staatsoper: Die Innsbruckerin Gabriele Sima, Zögling des ehemaligen Opernstudios, hatte am Salzburger Mozarteum und an der Wiener Musikhochschule studiert und Preise in Athen („Maria Callas“) und Wien („Hugo Wolf“) gewonnen – der Bühne wie dem Liedgesang widmete sie sich denn auch sensibel und mit spürbarer Hingabe.

Opernfreunde schätzten ihr erfrischend natürliches Auftreten, das sie zum Cherubino („Figaros Hochzeit“) ebenso prädestinierte wie für den heiklen jugendlichen Gruß des Hirtenknaben an den „lieben Mai“ nach der tumultösen Venusbergszene im „Tannhäuser“. Am Mittwoch ist die Kammersängerin 61-jährig nach langer Krankheit gestorben. [ Wr. Staatsoper/Zeininger ] (sin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.04.2016)