Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schuldenberg der Asfinag wird nicht kleiner

Asfinag
AsfinagClemens Fabry/Die Presse
  • Drucken

Der Gewinn der Gesellschaft stieg auf 549 Mio. Euro.

Wien. Die staatliche Autobahngesellschaft Asfinag konnte ihre Schulden im Vorjahr nicht reduzieren: Der Schuldenberg blieb mit 11,6 Mrd. Euro so hoch wie 2014 – trotz Mauteinnahmen in Höhe von 1,86 Mrd. Euro, zwei Prozent mehr als 2014. Die Schulden hatten sich in den Jahren seit der Jahrtausendwende als Folge des forcierten Ausbaus des österreichischen Autobahnnetzes aufgetürmt. Seit 2010 zahlte die Gesellschaft stückchenweise zurück, im Vorjahr gelang das nicht.

Dem stehen 951 Mio. Euro gegenüber, die 2015 in Ausbau und Modernisierung des österreichischen Streckennetzes investiert wurden. Unter dem Strich blieb der Asfinag ein Gewinn von 549 Mio. Euro übrig (2014 waren es 519 Mio. Euro). Davon lieferte der Konzern 100 Mio. Euro Dividende an den Bund ab, halb so viel wie im Jahr davor. Dazu kamen 179 Mio. Euro Körperschaftsteuer. Die Eigenkapitalquote stieg von 24 auf 26 Prozent, damit verfügt die Asfinag laut Vorstand Klaus Schierhackl über rund vier Mrd. Euro Eigenkapital.

Die Asfinag wurde 1997 als Vehikel zum Verstecken von Staatsschulden gegründet: Die Schulden wurden ausgelagert und somit zeitweise nicht mehr in das für die EU relevante Maastricht-Budget eingerechnet. (apa/bin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.04.2016)