Raiffeisen Bank Interantional, die sich auf die Fusion mit ihrer Mutter RZB vorbereitet, macht ihren Aktionären den Abschied schwer: Im ersten Quartal hat sie den Gewinn um gut ein Drittel auf 114 Millionen Euro gesteigert.
Die Raiffeisen Bank International hat ihr Konzernergebnis im 1. Quartal 2016 auf 114 Mio. Euro verbessert, nach 83 Mio. Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das teilte die RBI am Dienstagabend überraschend mit - geplant war die Veröffentlichung des Zwischenberichts für Donnerstag.
Das Ergebnis vor Steuern lag mit 229 Mio. Euro um 22 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres, das Ergebnis nach Steuern legte um 38 Prozent auf 138 Mio. Euro zu.
"Insgesamt handelt es sich um ein zufriedenstellendes Ergebnis, denn auch das erste Quartal stand unter dem Eindruck des anhaltenden Niedrigzinsumfelds", sagte RBI-Chef Karl Sevelda laut Aussendung. Eine Trendwende bei der Zinspolitik sei nicht in Sicht. Einen Großteil der regulatorischen Kosten für das Gesamtjahr 2016 habe man bereits im ersten Quartal verbucht.
"Erfreulich sind insbesondere die positiven Ergebnisse in Ungarn und der Ukraine", sagte Sevelda. "Ich rechne damit, dass diese beiden Länder den Turnaround geschafft haben und auch für das Gesamtjahr 2016 positive Ergebnisse liefern."
Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sind im Quartalsvergleich um 77 Prozent oder 364 Mio. auf 106 Mio. Euro gesunken - allerdings sei die hohe Differenz saisonal bedingt, heißt es. Im Gesamtjahr sollen die Risikovorsorgen unter dem Niveau von 2015 (1,264 Mrd. Euro) bleiben.