Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl

Heta: Einigung mit Gläubigern steht kurz bevor

(c) REUTERS (HEINZ-PETER BADER)
  • Drucken

Dank kürzerer Laufzeiten soll es für die Gläubiger eine Quote von 90 Prozent geben.

Wien. Während die öffentliche Aufmerksamkeit in den vergangenen Wochen vor allem auf die heimische Innenpolitik gerichtet war, wurde zwischen Kärnten, dem Finanzministerium und den Gläubigern der Hypo-Bad-Bank Heta weiterhin fieberhaft über eine Lösung im Streit um den Rückkauf der landesgarantierten Anleihen verhandelt. Und dabei ist man sich erheblich näher gekommen. Am Donnerstag berichtete die Kärntner „Krone“, dass es bereits eine grundsätzliche Einigung geben soll. Laut „Presse“-Informationen wird aktuell noch an den Details gefeilt. Ein endgültiges Ergebnis könnte aber bereits in den kommenden Tagen präsentiert werden.

Konkret soll die Lösung so aussehen, wie bereits vor rund einem Monat von der „Presse“ berichtet wurde. Das Angebot, dass die Gläubiger 75 Prozent ihrer Forderungen in bar vom Kärntner Ausgleichszahlungsfonds abgelöst bekommen, bleibt bestehen. Die neue Lösung basiert dabei im Grundsatz auf dem im März abgelehnten Angebot, laut dem die Anleihen in unverzinste Bundesanleihen getauscht worden wären, die nach 18 Jahren 100 Prozent der offenen Forderungen ausschütten. Der Barwert dieser Lösung wäre bei 82 Prozent gelegen.

Mehrere Modelle angeboten

Nun soll die Auszahlung jedoch bereits früher erfolgen, sodass sich ein Barwert von 90 Prozent ergibt. Schlussendlich sollen die Gläubiger aus mehreren Modellen wählen können, die unterschiedliche Laufzeiten (rund um 13 Jahre) und verschiedene Verzinsungen (etwa 0,3 Prozent) aufweisen, am Ende aber immer denselben Barwert bringen.

Inwiefern für Kärnten und den Bund dabei auch sofort zusätzliche Kosten gegenüber dem im März abgelehnten Angebot entstehen, ist noch nicht endgültig geklärt. Bei den Gläubigern und der Kärntner Landesregierung wollte man das Ganze am Donnerstag nicht kommentieren. (jaz)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.05.2016)