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Hochrangiger Hisbollah-Kommandant in Syrien getötet

Badreddin hat an den meisten Operationen der Miliz seit 1982 teilgenommen.
Badreddin hat an den meisten Operationen der Miliz seit 1982 teilgenommen.REUTERS
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Mustafa Badreddin gilt als mutmaßlicher Drahtzieher des Mordes an Rafik Hariri. Er kam bei einem israelischen Luftangriff ums Leben.

In Syrien ist nach Angaben des Fernsehsenders al-Majadin ein hochrangiger Kommandeur der Hisbollah bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Mustafa Badreddine sei am Dienstagabend gestorben, bestätigte die vom Iran unterstützte Miliz am Freitag seinen Tod. Es werde untersucht, wie Badreddine ums Leben gekommen sei. Er habe an den meisten Operationen der Miliz seit 1982 teilgenommen.

Badreddine ist einer der Hauptverdächtigen im Mordfall am ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri 2005 und war vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Sondertribunal für den Libanon angeklagt. Er wurde zudem wegen seiner Beteiligung an Bombenattentaten 1983 in Kuwait zum Tode verurteilt, konnte aber nach dem Einmarsch des irakischen Machthabers Saddam Hussein 1990 in Kuwait aus dem Gefängnis entkommen.Während der irakischen Invasion im Golfemirat konnte er fliehen, in den vergangenen Jahren wurde er unter anderem auch im Iran vermutet.

Israel und die Hisbollah sind verfeindet. Im Sommer 2006 kam es nach Raketenbeschuss aus dem Libanon zu wochenlangen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der Schiitenmiliz. Im seit 2011 tobenden syrischen Bürgerkrieg unterstützt die Miliz den bedrängten Machthaber Bashar al-Assad. Erst kürzlich hat Israel eingeräumt, "Dutzende" Luftangriffe gegen Hisbollah-Ziele in Syrien geflogen zu sein.

 

(APA/Reuters)

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