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Italien begrüßt Österreichs Verzicht auf Brenner-Kontrollen

ITALY-AUSTRIA-BORDER-DEMONSTRATION
APA/AFP/GIUSEPPE CACACE
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Fast alle italienischen Parteien begrüßen Österreichs Entscheidung. Kritisch zeigt sich dagegen die Lega Nord.

Italienische Parteien begrüßen fast einstimmig den Verzicht der österreichischen Regierung zu Grenzkontrollen am Brenner. "Die Brenner-Schließung hätte riesige Schäden mit gravierenden Folgen für unsere Wirtschaft und den Fremdenverkehr bewirkt", kommentierte Maurizio Lupi, Ex-Verkehrsminister und Mitglied der rechtskonservativen Regierungspartei NCD.

"In diesen Tagen sind Menschen zum Brenner gereist, um die Sicherheitskräfte anzugreifen, andere haben den Brenner als Symbol des neuen Europas gefeiert, das wieder Mauern errichtet, um die Flüchtlinge zu stoppen. Die Einigung am Brenner bezeugt, dass es sinnvoller ist, für Lösungen der Probleme zu arbeiten, statt Steine zu werfen. Die Italiener müssen Innenminister Alfano dankbar sein", kommentierte Lupi.

Laut dem Präsidenten des Trentino, Ugo Rossi, sei der Verzicht auf Brennerkontrollen auch den Bemühungen des Dreierlandtags der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu verdanken. "Wir haben uns von Anfang an in Bewegung gesetzt und sowohl mit der Regierung in Wien, als auch mit jener in Rom gesprochen", kommentierte Rossi.

"Gute Nachbarn haben Frieden geschlossen"

"Gute Nachbarn haben Frieden geschlossen. Nach dem Treffen Alfanos mit seinem österreichischen Amtskollegen Wolfgang Sobotka wird es wieder zu guten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern kommen", kommentierte der Südtiroler Parlamentsabgeordnete Florian Kronbichler.

Kritisch zeigte sich dagegen die rechte Oppositionspartei Lega Nord: "Das ist wirklich keine schöne Geschichte. Italien behält all die Migranten, Österreich nimmt keinen einzigen Flüchtling mehr auf und erspart sich sogar die Arbeiten für den Grenzzaun. Die Österreicher können feiern, Innenminister Alfano sollte zurücktreten", kommentierte der Vizepräsident des Senats und Lega-Spitzenpolitiker Roberto Calderoli.

(APA)