Der 40-jährige Rekordweltmeister gibt nach drei Jahren Rennpause am 23. August in Valencia sein Comeback in der Formel 1. Schumacher ersetzt bei Ferrari den verletzten Felipe Massa.
Michael Schumacher kehrt nach dreijähriger Abwesenheit in die Formel 1 zurück. Der 40-jährige Rekordweltmeister gab auf seiner Homepage (www.michael-schumacher.de) bekannt, dass er anstelle des verunglückten Ferrari-Piloten Felipe Massa an den Start gehen werde. Vorausgesetzt, dass der Deutsche einen Fitness-Test bestehe, erklärte eine Sprecherin des Ferrari-Teams. Dann soll Schumacher den Rest der Saison für die Scuderia an der Seite von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen bestreiten.
Schumacher hat am Mittwoch gemeinsam mit Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo entschieden, "dass ich mich darauf vorbereiten werde, für Felipe einzuspringen". Das nächste Rennen findet am 23. August in Valencia statt.
"Wettkämpfer" Schumacher freut sich
"Obwohl das Thema Formel 1 für mich seit langem und komplett abgeschlossen war, kann ich aus Verbundenheit zum Team diese unglückliche Situation nicht ignorieren. Als Wettkämpfer, der ich nun mal bin, freue ich mich aber auch auf diese Herausforderung", so der 40-jährige Deutsche.
Nun wird es für Schumacher darum gehen, sich für das Rennen in rund drei Wochen fit zu bekommen. Wegen des Testverbots in der Formel 1 kann er jedenfalls keine Runden mit dem Ferrari drehen. Erst im Februar hatte er sich bei einem Motorradunfall im Nacken verletzt, konnte wochenlang nicht trainieren und musste seinen Start in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft verschieben.
Der Fitness-Fanatiker fühlt sich jedoch bereit für die Herausforderung. "Rein vom Kopf her und wie ich mich körperlich fühle, könnte man das Gefühl haben, dass ich noch um den Sieg mitfahren könnte", erklärte Schumacher in einem vor rund zwei Wochen geführten Interview mit der Illustrierten "Bunte".
"Jetzt geht der Wahnsinn wieder los"
Einer, der bis vor kurzen ein Schumacher-Comeback "zu 200 Prozent" ausgeschlossen hatte, ist sein Manager Willi Weber: „Ich habe ihm eigentlich abgeraten, und ihm gesagt: Das Problem ist, die Erwartungshaltung der Menschen, wenn ein Schumacher wieder ins Auto steigt, dann wollen sie ihn siegen sehen. Aber Ferrari hat Michael gebeten, da konnte er nicht ,Nein‘ sagen. Jetzt geht der Wahnsinn wieder los.", meinte Weber in der "Bild"-Zeitung.
Schumacher hatte seine Karriere im Oktober 2006 nach sieben WM-Titeln, 91 Grand-Prix-Siegen und 250 Rennen beendet.
(APA/Red.)