In einer sehr schwachen europäischen Börsenlandschaft ging auch in Wien der Handelstag tiefrot zu Ende.
Die Wiener Börse hat am Donnerstag deutlich tiefer geschlossen. Der ATX fiel 28,37 Punkte oder 1,28 Prozent auf 2.182,99 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 22 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.205,00 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -1,02 Prozent, DAX/Frankfurt -1,32 Prozent, FTSE/London -1,82 Prozent und CAC-40/Paris -0,68 Prozent.
In einer sehr schwachen europäischen Börsenlandschaft ging auch in Wien der Handelstag tiefrot zu Ende. Vor allem die Aussicht auf eine mögliche US-Leitzinsanhebung bereits im Juni sorgte international für eine klare Verkaufsstimmung unter den Akteuren.
Unter den Schwergewichten in Wien standen OMV mit einem Abschlag von 3,07 Prozent auf 25,27 Euro merklich unter Verkaufsdruck. Wienerberger kamen um 2,53 Prozent auf 15,60 Euro zurück und voestalpine schwächten sich um 2,38 Prozent auf 28,76 Euro ab.
Die heimischen Bankenwerte konnten die klaren Verlaufsgewinne nicht halten und schlossen ebenfalls mit negativen Vorzeichen. Raiffeisen Bank mussten ein Minus von 0,53 Prozent auf 11,34 Euro verbuchen und bei der Erste Group gab es einen Kursverlust von 0,13 Prozent auf 22,92 Euro zu sehen.
Die Semperit-Aktie schloss mit einem Kursaufschlag von 0,65 Prozent bei 30,89 Euro. Der Gummi- und Kautschukhersteller hat im ersten Quartal 2015 bei stabilem Umsatz seinen Betriebsgewinn deutlich gesteigert. Die Analysten von der Baader Bank bewerten das Zahlenwerk in einer ersten Einschätzung als im Rahmen der Erwartungen. Der Gewinn in der Medizinsparte enttäuschte etwas, während es im Industriebereich eine positive Überraschung gab, hieß es von den Experten.
Mayr-Melnhof fielen nach vorgelegten Zahlen 2,09 Prozent auf 102,90 Euro. Der Faltschachtel- und Kartonhersteller hat im ersten Quartal 2016 mehr Gewinn und Umsatz erzielt und lag damit in etwa im Rahmen der Expertenprognosen.
Kursverluste von jeweils etwa 0,6 Prozent mussten Andritz, Immofinanz und Verbund hinnehmen. Klar höher gingen hingegen Do&Co mit einem Aufschlag von 2,13 Prozent auf 98,70 Euro aus dem Tag. Lenzing steigerten sich um 1,21 Prozent auf 79,60 Euro.
(APA)