Cannes: Die ersten Preise stehen fest

Themenbild: Die Filmfestspiele von Cannes
Themenbild: Die Filmfestspiele von CannesAPA/AFP (LOIC VENANCE)
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Heute enden die Filmfestspiele. "The Happiest Day in the Life of Olli Mäki" wird mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Der deutsch-österreichische Film "Toni Erdmann" gilt als Favorit für den Hauptpreis.

Die ersten Preise der Filmfestspiele von Cannes stehen fest: "The Happiest Day in the Life of Olli Mäki" des finnischen Regisseurs Juho Kuosmanen hat die Auszeichnung der Sektion Un Certain Regard gewonnen. Das Schwarz-Weiß-Werk ist das Spielfilmdebüt des 36-Jährigen.

Ebenfalls bereits vergeben wurde die Queer Palm an den besten Film der 69. Festivalausgabe, der sich mit dem Thema Homosexualität beschäftigt. Der Preis ging an den französischen Dokumentarfilm "Les Vies de Therese" von Sebastien Lifshitz, welcher sich der französischen Feministin Therese Clerc widmet, die erst im Februar mit 88 Jahren verstarb.

Deutsch-österreichischr Favorit

Am Abend wird nun die Goldene Palme des Hauptbewerbs verliehen. Dabei gilt die deutsch-österreichische Koproduktion "Toni Erdmann" als großer Favorit. Die Tragikomödie von Maren Ade hatte sowohl das Premierenpublikum als auch die Kritiker begeistert. Auch den Darstellern des Vater-Tochter-Duos, Peter Simonischek und Sandra Hüller, werden Preischancen ausgerechnet.

Große Konkurrenten des Österreichers Simonischek sind der US-Schauspieler Adam Driver mit seiner Darstellung in Jim Jarmusch' poetischem Film "Paterson" sowie der Brite Dave Johns in Ken Loach' Sozialdrama "I, Daniel Blake". Unter den 21 Filmen im Wettbewerb hatten auch das Familiendrama "Sieranevada" des Rumänen Cristi Puiu sowie Andrea Arnolds visuell eindrücklicher Film "American Honey" überzeugt. Über die Hauptpreise entscheidet eine neunköpfige Jury, der heuer der australische Filmemacher George Miller vorsteht. Sollte "Toni Erdmann" gewinnen, wäre es die erste Goldene Palme für Deutschland seit 32 Jahren und die erst zweite Palme für eine weibliche Regisseurin in der Festivalgeschichte.

(APA/AFP)

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