Wiener Börse am Nachmittag: Schwaches Plus für den ATX

Europaweit überschritten die Indizes mehrmals die Grenze zwischen Gewinn- und Verlustzone, kein klarer Trend war erkennbar.

Die Wiener Börse hat sich heute, Freitag, am Nachmittag bei moderatem Volumen mit freundlicher Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.253,99 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 5,89 Punkten bzw. 0,26 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,04 Prozent, FTSE/London +0,10 Prozent und CAC-40/Paris +0,01 Prozent.

Europaweit überschritten die Indizes mehrmals die Grenze zwischen Gewinn- und Verlustzone, kein klarer Trend war erkennbar. Handelsimpulse könnte es noch durch Vorlage der Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal und durch die Eröffnung an der Wall Street geben. Die Futures auf die US-Indizes notierten im grünen Bereich.

Den Wiener Fließhandelsindex ATX konnten nur die Aktien der Erste Group in der Gewinnzone halten, sie stiegen um 3,88 Prozent auf 24,11 Euro. Schon am Donnerstag hatten die Titel nach der Vorlage überraschend starker Halbjahreszahlen ein Plus von fast acht Prozent verzeichnet.

Die Schweizer Analysten von UBS und Credit Suisse haben das Ergebnis der Bank als sehr positiv bewertet. Dennoch sei die Aktie überbewertet, heißt es bei der Credit Suisse. Sie haben die Anlageempfehlung "underperform" bestätigt, während die UBS ihr Votum von "buy" auf "neutral" gesetzt hat.

Wienerberger verbilligten sich in einem europaweit schwachen Baustoffsektor um 2,42 Prozent auf 11,27 Euro. Der weltgrößte Zementhersteller Lafarge hatte schwache Quartalszahlen und einen enttäuschenden Ausblick auf die Branche gegeben.

Die Strabag-Tochter Kirchner hat einen Vertrag zum Bau und Betrieb eines Bildungszentrums in Deutschland unterzeichnet. Das Gesamtprojektvolumen liegt bei 76 Mio. Euro. Die Strabag-Titel notierten indessen mit einem Minus von 1,52 Prozent bei 16,86 Euro.

Der Salzburger Krankhersteller Palfinger wird die Kurzarbeit für rund 620 Mitarbeiter bis Ende März 2010 verlängern. Angestellte arbeiten nur 80, Arbeiter nur 70 statt 100 Prozent, hieß es. Die Anteilsscheine stiegen an der Wiener Börse um 0,43 Prozent auf 11,64 Euro.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben sich zur Agrana zu Wort gemeldet. Die Experten haben ihr Kursziel von 47 auf 55 Euro angehoben, das Anlagevotum "hold" wurde hingegen bestätigt. Agrana notierten mit minus 1,0 Prozent bei 52,72 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.30 Uhr bei 2.278,58 Punkten, das Tagestief lag zu Sitzungsbeginn bei 2.243,80 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 0,23 Prozent bei 1.019,25 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 18 Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und drei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 4.751.424 (Vortag: 4.004.115) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 163,99 (154,55) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 1.417.926 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 67,95 Mio. Euro entspricht.

(APA)

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