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Trainer Barisic und Rapid gehen getrennte Wege

(c) APA/EXPA/THOMAS HAUMER (EXPA/THOMAS HAUMER)

Vier Tage vor Beginn der Vorbereitung zur neuen Saison trennen sich Trainer Zoran Barisic und der SK Rapid "einvernehmlich".

Die EM in Frankreich naht, und doch sorgt die Bundesliga nun für einen Paukenschlag. Rapid und Trainer Zoran Barisic gehen nach drei Jahren Zusammenarbeit ab sofort getrennte Wege. Die Trennung erfolgte prompt, vier Tage vor Beginn der Vorbereitung auf die kommende Saison – trotz aller Beteuerungen der friedlichen Trennung deutet doch etwas auf gröbere  Meinungsverschiedenheiten hin. Zudem, in der abgelaufenen Saison hatte Rapid Salzburg die Titelverteidigung zu leicht gemacht und wichtige Punkte geradezu leichtfertig verspielt.

Platz 2 und das erneute Erreichen der Europa League-Qualifikation waren zu wenig, und: Grünweiß muss Erfolg haben, im neuen Stadion glänzen. Schon am Donnerstag könnte der Nachfolger (Didi Kühbauer?) präsentiert werden. Sportdirektor Andreas Müller blieb gelassen, bedauerte den Schritt aber dennoch. Mannschaft und Klub hätten sich unter Barisic (sein Vertrag wurde erst im November bis 2018 verlängert) weiterentwickelt, nur der Wunsch nach Veränderung war spürbar. Man sei folglich längst bei der Suche nach einem geeigneten Mann.

Am 16. Juli eröffnet Rapid gegen Chelsea das neue Stadion, am 23. Juli startet die Liga, fünf Tage später die Europacup-Qualifikation. Barisic, 46, sagt: „Rapid war mir immer eine Herzensangelegenheit.“

Barisic, dessen Vertrag erst im November des Vorjahres um zwei Jahre bis 2018 verlängert worden war, coachte die Rapid-Profis als Nachfolger Peter Schöttels seit April 2013 und war zuvor schon als Interimscoach bzw. Betreuer der Amateure tätig. Unter seiner Ägide schloss Rapid die Saisonen als Dritter sowie dreimal als Vizemeister ab. In der jüngst zu Ende gegangenen Spielzeit ließen die Hütteldorfer aber im März und April zu viele Punkte liegen, die den Titelkampf mit Salzburg noch einmal spannend machen hätten können. International konnte der Rekordmeister erstmals seit zwei Jahrzehnten im Europacup überwintern, 2015/16 begeisterte man mit fünf Siegen in sechs Gruppenspielen der Europa League die Fans.

In der Aussendung erklärt Geschäftsführer Andreas Müller man habe "in den letzten Wochen intensiv daran gearbeitet, einen möglichen Nachfolger zu finden". Für Donnerstag, den 9. Juni wurde eine Pressekonferenz anberaumt. Der für Mittwoch angekündigte Medientermin wurde abgesagt.

Zoran "Zoki" Barišić

Barišić wurde am 22. Mai 1970 in Wien geboren. In seiner aktiven Laufbahn war er für den Wiener-Sport-Club, den Favorinter AC, den VfB Mödling, den SK Rapid Wien und FB Linz, FC Tirol Innsbruck, VfB Admira Wacker Mödling sowie den SC Eisenstadt tätig.

Als Trainer war er seit 2006 für Rapid tätig - in verschiedenen Positionen. 2013 wurde er zum Nachfolger von Peter Schöttel.

 

(APA/Red.)

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