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UNHCR: 10.000 Flüchtlinge seit 2014 ertrunken

Die fluchtroute über das Mittelmeer ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit nach Europa zu gelangen.
Die fluchtroute über das Mittelmeer ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit nach Europa zu gelangen.(c) APA/AFP/GABRIEL BOUYS (GABRIEL BOUYS)
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Seit Jahresbeginn starben bereits mehr als 2800 Menschen im Mittelmeer. Über die Opferzahl des jüngsten Unglücks vor Kreta herrscht Unklarheit.

Seit 2014 sind mehr als 10.000 Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa im Mittelmeer ertrunken. Das teilte das UNO-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR am Dienstag in Genf mit. Den Angaben zufolge ist die Zahl der ums Leben gekommenen Flüchtlinge in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen.

2014 wurden einem UNHCR-Sprecher zufolge 3500 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer getötet. Vergangenes Jahr waren es 3771 und seit Beginn 2016 schon 2814. Die Zahl sei "schrecklich", sagte der Sprecher.

Bei der jüngsten Flüchtlingstragödie im Mittelmeer - ein Fischkutter kenterte vergangene Woche südlich von Kreta - sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) vom Dienstag Hunderte Menschen ums Leben gekommen. Etwa 320 Migranten würden vermisst und seien vermutlich ertrunken. 340 Menschen waren gerettet und zehn Ertrunkene direkt nach dem Unglück geborgen worden. Aussagen von Überlebenden zufolge seien etwa 650 Flüchtlinge an Bord gewesen, erklärte die IOM. Die Zahl sei sicher, "weil die Schlepper alle Menschen am Tag vor der Abreise zweimal abgezählt haben", heißt es in dem Bericht.

Die IOM-Angaben wurden jedoch von den griechischen Behörden zurückgewiesen. An Bord seien nur etwa 350 Menschen gewesen, teilte die Küstenwache ebenfalls unter Berufung auf Überlebende mit. Ein Offizier der Küstenwache sagte, an Bord eines nur 25 Meter langen Kutters könne unmöglich die von der IOM genannte Zahl von Flüchtlingen gewesen sein.

(APA/AFP/dpa)