Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl

"Terror-Konto": Bawag kündigt arabischem Verein Bankverbindung

Die Bawag halte alle Anti-Terror-Maßnahmen ein, sagte die Bank.
Die Bawag halte alle Anti-Terror-Maßnahmen ein, sagte die Bank.REUTERS
  • Drucken

Das Kulturzentrum sorgte mit der Einladung einer palästinensischen Radikalen für Aufsehen. Israelische Medien schreiben von einem "Terror-Konto".

Die Bawag hat das Konto des Österreichisch-Arabischen Kulturzentrums (OKAZ) aufgelöst. Einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Jerusalem Post" bestätigte die Bank am Mittwoch. Zu den Gründen der Auflösung der Kundenbeziehung könne man wegen des Bankgeheimnisses nichts sagen. Vom OKAZ war bisher keine Stellungnahme zu erhalten.

"Wir bestätigen, dass wir über keine Kundenbeziehung mehr zu OKAZ (Österreichisch-Arabisches Kulturzentrum) verfügen. Aus Gründen des Bankgeheimnisses können wir auf die Gründe dazu nicht eingehen", heißt es in einer knappen Stellungnahme der Bawag.

Das OKAZ hatte mit einer Veranstaltung mit der palästinensischen Flugzeugentführerin Leila Khaled Mitte April in Wien für Aufregung gesorgt. Khaled ist Mitglied der Organisation "Volksfront zur Befreiung Palästinas" (PFLP). Die PFLP wird sowohl von der EU als auch von den USA als Terrororganisation eingestuft. Khaled hatte 1969 und 1970 an zwei Flugzeugentführungen der PFLP teilgenommen. Nach der schiefgegangenen zweiten Entführung wurde sie in London festgenommen, nach nur wenigen Wochen aber gegen Geiseln der Palästinenser ausgetauscht. Sie lebt heute in Jordanien.

Cerberus bestätigt Konto-Schließung

Die "Jerusalem Post" schreibt in ihrer Online-Ausgabe, ein "Terror-Konto" des austro-arabischen Kulturzentrums sei von einer österreichischen Bank geschlossen worden. Die Kontoschließung habe der Zeitung ein Sprecher des New Yorker Fonds Cerberus, Haupteigentümer der Bawag, bestätigt. Die OKAZ gehöre zur BDS-Bewegung, die Israel boykottiere, und habe eine palästinensische Terroristin eingeladen.

>>> Bericht in der Jerusalem Post.

(APA)