Kiwi-Dollar steigt nach Zinsentscheidung der Notenbank

Das Festhalten der neuseeländischen Notenbank am aktuellen Zinsniveau hat am Donnerstag dem Neuseeland-Dollar einen kräftigen Schub gegeben.

Der "Kiwi" stieg um 1,8 Prozent auf 0,7148 US-Dollar und notierte damit so hoch wie zuletzt vor einem Jahr. Die neuseeländische Notenbank RBNZ hatte den Leitzzins auf dem Rekordtief von 2,25 Prozent bestätigt. 14 von 23 von Reuters befragte Analysten hatten damit gerechnet, während neun eine Senkung der Zinsen prognostiziert hatten.

"Ja, wir lagen daneben", stellte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt in Frankfurt fest, die mit einer Zinssenkung gerechnet hatte. Die RBNZ habe zwar gute Argumente für ihre Entscheidung vorgebracht: Der globale Wachstumsausblick habe sich ebenso stabilisiert wie die kurzfristigen Inflationserwartungen. Doch brauche Neuseeland einen schwachen Kiwi-Dollar. "Der neuseeländische Dollar ist aktuell zu stark, was die Inflation belastet", erklärte Reichelt. Daher spreche einiges für eine weitere Zinssenkung in naher Zukunft. Und Angus Nicholson, Analyst beim Brokerhaus IG in Melbourne, betonte: "Sollten die US-Daten weiter enttäuschen, könnte der Kiwi kurzfristig weiter steigen."

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