Die International Union of Pure and Applied Chemistry, sozusagen der Weltverband der Chemiker, hat vier neue Namen für kürzlich entdeckte Elemente vorgestellt.
Die International Union of Pure and Applied Chemistry, sozusagen der Weltverband der Chemiker, hat vier neue Namen für kürzlich entdeckte Elemente vorgestellt: Element 113 soll ab November Nihonium heißen (nach einem der zwei japanischen Wörter für Japan), Element 115 Moscovium (denn es wurde in einem Forschungszentrum nahe Moskau synthetisiert), Element 117 Tennessin (in Tennessee befindet sich das Oak Ridge National Laboratory) und Element 118 Oganesson (nach dem russischen Forscher Juri Oganession).
All diese Elemente kommen in der freien Wildbahn nicht vor, sie entstehen nur unter Laborbedingungen, indem man Atome mit Teilchenbeschleunigern aufeinanderknallen lässt. Oganesson ist das schwerste bisher synthetisierte Element, dafür aber extrem instabil; seine Halbwertszeit beträgt heiße 890 Mikrosekunden. Beinahe hätte „Großkoalithium“ Oganesson ausgestochen, und abgesehen davon steht einigen anderen Elementen eine Umbenennung bevor. Helium, dem man selbst unter Extrembedingungen bis jetzt keine Verbindungen nachweisen konnte, die nicht sofort nach der Bildung zerfallen sind, wird zu Strachium, Wasserstoff (fast überall dabei, aber ein Leichtgewicht) zu Strolzium und Kohlenstoff (molekulare Grundlage allen irdischen Lebens) Proportium. (go)
Reaktionen an:oliver.grimm@diepresse.com
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.06.2016)