Es gibt nicht nur Fußball

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Themenbild Alte Donau(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Stand Up Paddling, Padel-Tennis und Yoga als Stimmungsaufheller.

Irgendwie ist es schwierig, in einer Sportkolumne derzeit nicht über Fußball zu schreiben – vor allem zumal meine Kollegen im Großraumbüro lautstark über Österreichs Niederlage gegen Ungarn diskutieren, während ich diese Zeilen tippe. Wenn ich mir die traurigen Gesichter ansehe, dann ist es einen Versuch wert, die Europameisterschaft zu ignorieren. Vielleicht ist ja aktiver Sport ein Stimmungsaufheller. Hier meine innerstädtischen, sommerlichen Sportalternativen.

Laufen wirkt meiner Meinung nach zwar fast immer, die Laune zu heben. Doch bei hochsommerlichen Temperaturen – die auch heuer hoffentlich irgendwann kommen – tausche ich die Laufschuhe dann doch lieber gegen Sportgeräte ein. Etwa gegen Riesensurfbrett und Stechpaddel. Mit dem Stand Up Paddling habe ich im vergangenen Sommer eine überraschenderweise konditionell und körperlich herausfordernde und alles andere als langweilige Sportart für mich entdeckt. Um auf dem Wasser zu paddeln, muss man in Wien nicht einmal die Stadt verlassen. An der Alten Donau kann man sich die Geräte (bei der Segelschule Hofbauer und im Strandbad Gänsehäufel) ausleihen. Ein ähnlich klingender, aber völlig anderer Sport ist Padel-Tennis. Das Tennis-ähnliche Spiel mit den kleineren Feldern und Schlägern wurde mir von Freunden so oft empfohlen, dass ich es diesen Sommer wohl erstmals ausprobieren werde. Mitunter gibt es im Prater drei Outdoor Padel Courts. Als Yogaraum dienen während des Sommers die Parks der Stadt. Am kommenden Dienstag, dem internationalen Yogatag, gibt es im Schweizer Garten im dritten Bezirk etwa eine kostenlose Freiluftyogastunde.

Bei wem all die innerstädtischen Sporttipps für kein Hochgefühl sorgen, der sollte mit Wanderschuhen oder Rad raus aus der Stadt. Hilft auch das nichts, muss es am Samstag wohl doch die österreichische Nationalmannschaft richten. Entschuldigen Sie, jetzt musste ich doch noch einmal über Fußball schreiben.

E-Mails an: julia.neuhauser@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2016)

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