Werften: Polen sucht neuen Retter aus Katar

Der Bestbieter wollte Preis für Werften nicht bezahlen.

Warschau (ag./red). Der vermeintliche Retter aus Katar für die polnischen Werften in Szczecin (Stettin) und Gdynia (Gdingen) hat auch die zweite Zahlungsfrist verstreichen lassen. Bis Montagmittag hat der geheimnisvolle Bieter Stichting Particulier Fonds Greenrights die geforderten 90,8 Mio. Euro nicht überwiesen.

Nun soll just ein anderer Investor aus Katar einspringen, erklärte Schatzminister Aleksander Grad am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Der erste Bieter soll dabei einfach von einem anderen Fonds als neuer Besitzer der polnischen Werften ersetzt werden, so der Vorschlag der katarischen Botschaft. Näheres wurde vorerst nicht bekannt. Für Polen droht indes die Zeit knapp zu werden. Denn in zwei Wochen läuft die von der EU-Kommission gesetzte Frist für die Privatisierung ab. Brüssel hatte das Konkursverfahren eingeleitet, weil die Werften die nach dem EU-Beitritt 2004 gewährten Subventionen nicht zurückzahlen konnten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.08.2009)

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