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Pakistan: Obama sucht Dialog mit Islamisten

Barack Obama
(c) REUTERS (Larry Downing)
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Der US-Sondergesandte Holbrooke hat Vertreter von radikal-islamischen und anti-amerikanischen Parteien getroffen. Pakistans Präsident spricht vom Auftakt einer neuen Ära.

US-Präsident Barack Obama sucht den Kontakt zu einigen der islamistischen und anti-amerikanischen Parteien Pakistans. Damit will er das Image Washingtons in der Öffentlichkeit des Landes verbessern. Obamas Sondergesandter für Pakistan und Afghanistan, Richard Holbrooke, werde einen Dialog mit religiösen Parteien einleiten, wie beide Seiten am Mittwoch verlauten ließen. Damit geht Obama von der Politik früherer US-Regierungen ab, die die Extremisten mieden.

Holbrooke hat bereits einige Parteien-Vertreter getroffen: Etwa jene der Partei Jamiat-e-ulema-e-Islam, die in den 1990er-Jahren den Aufstieg der Taliban unterstützt hatte.

Vertreter der größten religiösen Partei Jamaat-e-Islami (JI) hat Holebrooke in die schwer bewachte US-Botschaft in Islamabad eingeladen, um Gerüchte zu zerstreuen, nach denen in der Botschaft tausende Marinesoldaten stationiert seien. Bei dem Treffen begrüßte Liaqat Baloch, hochrangiges Mitglied der JI, den neuen Umgangston Washingtons gegenüber Muslimen auf der ganzen Welt. Unmittelbar nach dem Treffen gingen Baloch und seine Delegation jedoch auf die Straße, um einen Protest gegen die US-amerikanische Politik in Pakistan und der Region anzuführen.

Pakistans Staatspräsident Asif Ali Zardari bezeichnete Holbrookes Treffen mit islamistischen Parteien als Auftakt einer "neuen Ära", die Versöhnung und Dialog bringen werde.

 

(Ag.)