Im Fokus der Anleger standen die Aktien der Telekom Austria mit einem kräftigen Aufschlag von 4,77 Prozent auf 11,21 Euro.
Belastet von den schwachen Vorgaben aus China haben die europäischen Börsen geschlossen am Vormittag nachgegeben, kommentierte ein Händler das Vormittagsgeschäft. In Shanghai hat der Leitindex um über vier Prozent nachgegeben.
Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, zu Mittag bei hohem Volumen mit schwacher Tendenz präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.330,43 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 27,64 Punkten bzw. 1,17 Prozent.
Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,21 Prozent, FTSE/London -0,76 Prozent und CAC-40/Paris -0,82 Prozent.
Telekom Austria-Aktie beflügelt
Im Fokus der Anleger standen die Aktien der Telekom Austria mit einem kräftigen Aufschlag von 4,77 Prozent auf 11,21 Euro. Das Unternehmen hat vor Sitzungsbeginn Ergebnisse zum vergangenen Halbjahr vorgelegt. Einem Marktteilnehmer zufolge sind diese im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Die Kursgewinne begründete der Händler mit dem Festhalten an dem Ausblick für 2009, zahlreiche Analysten hatten mit einer Gewinnwarnung gerechnet.
Nach den gestrigen Kurssprüngen verzeichneten die Wienerberger-Werte in der heutigen Sitzung ein Auf und Ab. Nachdem die Werte im Frühhandel um rund vier Prozent zugelegt hatten, rutschten sie bis Mittag um 0,63 Prozent auf 14,22 Euro ab. Nach Durchsicht der Halbjahresergebnisse haben zahlreiche Analysten aktuelle Prognosen veröffentlicht. Die Experten der Deutschen Bank haben ihr Votum von "hold" auf "buy" angehoben. Das Kursziel wird nunmehr bei 16 Euro nach bisher 11 Euro gesehen. Daneben haben auch die Spezialisten der Credit Suisse, der Berenberg Bank, der BNP Paribas und der Bank of America aktuelle Bewertungen vorgelegt.
Nach Verlusten am Vormittag konnten sich die Ölwerte der OMV mit einem Aufschlag von 0,41 Prozent auf 27,17 Euro und somit ins Plus vorarbeiten. Die Aktien des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann verloren nach der Ergebnisvorlage zum ersten Halbjahr 1,07 Prozent auf 23,99 Euro.
Bankenwerte als Verlierer
Bankenwerte zählten europaweit zu den größten Verlierern. In Wien gaben Erste Group um 4,38 Prozent auf 25,99 Euro nach und Raiffeisen International verloren 2,69 Prozent auf 35,03 Euro. Daneben wurde der heimische Leitindex deutlich auch von den Abschlägen der voestalpine belastet - ein Minus von 2,20 Prozent auf 19,98 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2.362,17 Punkten, das Tagestief lag knapp nach 10.30 Uhr bei 2.327,31 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,06 Prozent tiefer bei 1.080,01 Punkten. Im prime market zeigten sich 15 Titel mit höheren Kursen, 29 mit tieferen und vier unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 5.532.373 (Vortag: 3.862.376) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 134,35 (93,69) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 545.714 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 28,89 Mio. Euro entspricht.
(APA)