Das Emirat Katar hat sich mittels Optionen die Hälfte der stimmrechtslosen Vorzugsaktien von VW gesichert. Außerdem hat das Emirat Anspruch auf 17 Prozent der Stammaktien. Katar lässt sich den Einstieg bei VW und Porsche rund 7,3 Milliarden Euro kosten.
Katar hat dem deutschen Autobauer Porsche ein großes Paket von Optionen auf VW-Vorzugsaktien abgekauft. Das reiche Emirat habe neben dem Anspruch auf 17 Prozent der Stammaktien von Europas größtem Autobauer auch Optionen auf 50 Prozent der stimmrechtslosen VW-Vorzugsaktien erworben, schreibt das "Manager Magazin". Ein Porsche-Sprecher in Stuttgart sagte, mit dem Verhandlungspartner sei Stillschweigen vereinbart worden.
Nach Informationen der deutschen Presseagentur zahlt Katar für den Einstieg bei VW und Porsche insgesamt etwa 7,3 Milliarden Euro. In der vergangenen Woche hatten das Emirat und Porsche vereinbart, dass das Scheichtum mit zehn Prozent bei der Porsche Automobil Holding SE einsteigt und den Stuttgartern Optionen auf VW-Aktien abkauft.
Porsche SE hält derzeit knapp 51 Prozent der Volkswagen-Stammaktien. Außerdem hatte sich der Sportwagenbauer über komplizierte Optionsgeschäfte weitere mehr als 20 Prozent der Volkswagen-Stämme gesichert. Der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein Finanzvorstand Holger Härter hatten sich bei der geplanten Übernahme massiv verhoben, einen massiven Schuldenberg angehäuft und mussten schließlich Ende Juli ihren Hut nehmen. Porsche soll nun schrittweise in den VW-Konzern integriert werden.