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"Dr. Google" bekommt medizinische Nachhilfe

APA/AFP/EVA HAMBACH
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Ein Prozent der Suchanfragen sind medizinischer Natur. Google weiß das und auch um den Umstand, dass dadurch viele falsche Selbstdiagnosen entstehen.

Innerhalb weniger Klicks werden dank "Dr. Google" die stechenden Kopfschmerzen zu einem Aneurysma oder einem Gehirntumor. Dass Symptome in den Irrungen und Wirrungen des Internets sich schnell zu einer massiven Krankheit entwickeln können, wäre durch einen Arzt schnell abzuklären. Viele Nutzer wollen sich aber zuerst im Internet informieren und eine Selbstdiagnose erstellen. Das weiß auch Google und will gegen die Desinformation und die damit entstehende Paranoia vorgehen.

Um aber wirklich eine fundierte Diagnose erstellen zu können, benötigt es medizinisch geschultes Fachpersonal. In vielen Fällen stellt sich aber das Problem, dass Patienten ihren Ärzten nicht glauben, wenn sich herausstellt, dass die Kopfschmerzen auf Verspannungen zurückzuführen sind. Es entsteht Misstrauen zwischen Arzt und Patientem.

Nutzer sollen weiter Symptome googeln

Google will nun gezieltere Symptom-Suche ermöglichen. Die neue Funktion wird in die Such-App integriert und soll von Beginn an für iOS und Android zur Verfügung stehen. Somit soll man einfach, aber auch sicher zur richtigen Diagnose gelangen. Trägt man die Symptome ein, erhält man Ergebnisse zur Krankheit und möglichen Behandlung. Bei schwerwiegenderen Erkrankungen wird vorgeschlagen, doch zu einem Arzt zu gehen und die Symptome abklären zu lassen.

Google zufolge soll ein Prozent der weltweiten Suchanfragen medizinischer Natur sein. Daher soll die Suche in diesem Bereich verbessert werden. Dafür hat man gemeinsam mit der Harvard Medical School und der Mayo Klinik gearbeitet.

Vorerst soll die neue Funktion nur in englischsprachiger Version zur Verfügung stehen. Eine flächendeckende Verbreitung in mehreren Sprachen ist aber geplant. Auch an einer Desktop-Version wird gearbeitet.

(bagre)