Diese Abgeordneten verdienen am meisten
Knapp ein Drittel der Parlamentarier macht den Job hauptberuflich. Die meisten Spitzenverdiener gibt es bei der FPÖ, auch eine Frau findet sich unter den Top 8.
Ein knappes Drittel der Nationalratsabgeordneten übt diesen Job hauptberuflich (8583,27 Euro brutto monatlich) aus. Laut der aktuellen "Transparenz-Liste" des Parlaments haben für das Vorjahr 57 der 183 Mandatare keinen Nebenjob gemeldet - um vier mehr als 2014. Wie viel die Parlamentarier in ihrem bürgerlichen Beruf verdienen, müssen sie seit 2013 offenlegen. Veröffentlicht wird die Brutto-Gesamtsumme pro Monat, eingeteilt in fünf Kategorien: bis 1000 Euro, 1001 bis 3500 Euro, 3501 bis 7000 Euro, 7001 bis 10.000 Euro und über 10.000 Euro monatlich. Die acht Topverdiener im Parlament:
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Die meisten Spitzenverdiener hat nach wie vor die FPÖ im Klub: vier ihrer Abgeordneten haben ein durchschnittliches Monatsbrutto von über 10.000 Euro gemeldet. Zu diesen zählt der freiheitliche Generalsekretär und Wahlkampfleiter Herbert Kickl. Er verdient das Geld laut der Transparenzliste aufgrund seiner Anstellung bei der Wiener Landespartei, als Tätigkeitsbereich gibt er die Bereiche Werbung, PR, Marketing, Kommunikation und Strategie an.
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Harald Stefan verdient als Notar über 10.000 Euro monatlich. Vier ehrenamtliche Funktionen hat er für die Bundes- und Wiener FPÖ sowie für das Freiheitliche Bildungsinstitut, die blaue Parteiakademie, gemeldet.
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Hubert Fuchs kommt wie im Vorjahr auf insgesamt acht bezahlte Nebenjobs. Der FPÖ-Finanzsprecher ist selbstständiger Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater und zusätzlich Lehrbeauftragter an der Finanzakademie des Wifi Wien und der Akademie der Wirtschaftstreuhänder.
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Andreas Karlsböck ist neben seiner Funktion als FP-Wissenschaftssprecher im Nationalrat Zahnarzt und schaffte es damit in die Kategorie 5.
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Bei der ÖVP sind es zwei Topverdiener: Einerseits verdient Andreas Zakostelsky mehr als 10.000 Euro in seiner Funktion als Chef der VBV - Vorsorgekasse.
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Schon zum zweiten Mal in der Liste der Spitzenverdiener ist Michaela Steinacker, die unter anderem für die Immobilienfirma Raiffeisen Evolution Project Development GmbH arbeitet. Außerdem hat Steinacker fünf ehrenamtliche Funktionen, darunter für das Wirtschaftsforum der Führungskräfte Niederösterreich und den Verein Freunde der Albertina.
Die Presse
Die SPÖ hat mit Hannes Jarolim einen Spitzenverdiener in ihren Reihen. Er ist neben seiner Funktion als langjähriger roter Justizsprecher Geschäftsführender Gesellschafter seiner Anwaltskanzlei (Jarolim Flitsch Rechtsanwälte) und Gesellschafter sowie Aufsichtsrat der ELLS Bank.
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2015 war er noch als ÖVP-Neuzugang in der Liste der Topverdiener aufgeschienen, in diesem Jahr ist er in dieser Aufstellung zwar ebenfalls vertreten, jedoch unter der Rubrik fraktionslos: Marcus Franz. Der Abgeordnete arbeitete nebenbei noch als selbstständiger Arzt.
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Die meisten berufstätigen Abgeordneten verdienen allerdings deutlich weniger: 29 Abgeordnete beziffern ihre monatlichen Nebeneinkünfte mit unter 1000 Euro, bei 47 sind es zwischen 1001 und 3500 Euro. Weitere 29 beziehen 3501 bis 7000 Euro und 13 Abgeordnete erhalten 7001 bis 10.000 Euro. Bei Grünen und Neos hat übrigens mehr als die Hälfte keinen Nebenjob, bei SPÖ, FPÖ und Team Stronach jeweils ein Drittel und bei der ÖVP sind nur 14 Prozent der Mandatare ausschließlich Politiker. (Bild: Klubobleute der sechs Parlamentsparteien)
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