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Krebserkrankung: 3400 Klagen gegen Chemiekonzern

Symbolbild: DuPont
Symbolbild: DuPontREUTERS
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Ein US-Bürger soll nach Kontakt mit einem Stoff aus der Teflon-Herstellung an Hodenkrebs erkrankt sein. DuPont soll nun 5,1 Millionen Dollar zahlen.

Der BASF-Rivale DuPont soll einem Gerichtsurteil zufolge 5,1 Millionen Dollar an einen US-Bürger zahlen, der nach Kontakt mit einem Stoff aus der Teflon-Herstellung an Hodenkrebs erkrankt sein soll. Der amerikanische Chemiekonzern muss sich in mehr als 3400 weiteren Klagen ähnlichen Vorwürfen stellen.

Die Geschworenen im Bundesstaat Ohio fällten ihr Urteil am Mittwoch nach einem fünfwöchigen Verfahren. Ein DuPont-Sprecher nahm dazu nicht Stellung. Die Kosten soll allerdings das kürzlich abgespaltene Unternehmen Chemours übernehmen. Eine Sprecherin der Firma kündigte Berufung an und erklärte, man behalte sich vor, DuPont bei der Frage der Haftung zu widersprechen.

Börse: DuPont-Titel fielen m fast 1,8 Prozent

Chemours-Aktien fielen um regulären New Yorker Handel um mehr als 22 Prozent, DuPont-Titel um fast 1,8 Prozent.

Hintergrund ist der Vorwurf, DuPont habe jahrzehntelang den Stoff C-8 in einem Werk im nahe gelegenen Bundesstaat West Virginia verwendet, obwohl die Giftigkeit bekannt gewesen sei. Die Chemikalie wurde im Grundwasser nachgewiesen. Viele der Klagen wurden von Anrainern eingereicht, die an eine der sechs bekannten von C-8 ausgelösten Krankheiten leiden sollen. Das Urteil vom Mittwoch gilt als richtungsweisend für die Summen, die in den weiteren Fällen gezahlt werden könnten. Darüber hinaus drohen Strafzahlungen.

(APA/Reuters)