Schnellauswahl

Erwin Pröll für "Autoritäten im Bundespräsidentenamt"

Erwin Proell mit seiner Ehefrau Elisabeth
(c) APA (Hochmuth)
  • Drucken

Der niederösterreichische Landeshauptmann will sich noch nicht auf eine Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten festlegen. Vizekanzler Josef Pröll signalisiert aber bereits Unterstützung aus der Partei.

Die Vorgeplänkel zum Wahlkampf um die Hofburg haben längst begonnen: Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) legt sich aber in der Frage, ob er bei der Bundespräsidentenwahl 2010 antritt, weiterhin nicht fest. Man brauche keine Prolongierung der Diskussion, sagte der Landeshauptmann knapp.

Im Sommerinterview in der ORF-Fernsehsendung "Niederösterreich heute" am Donnerstag meinte er: "Alles und jedes, was ich dazu sage, führt dazu, dass diese Diskussion prolongiert wird, und das brauchen wir nicht."
               
Pröll kritisierte, dass immer mehr Menschen das Amt des Bundespräsidenten in Frage stellen würden. Seiner Meinung nach habe es "dann einen Sinn, wenn dieses Amt mit entsprechenden Autoritäten besetzt ist". Ihm würden "Persönlichkeiten vorschweben wie Bundespräsident Kirchschläger oder von Weizsäcker und Köhler in Deutschland."

Die Amtsführung von Heinz Fischer wollte Pröll nicht beurteilen.        

Kritik an der Regierung

Bei der Bundesregierung hat Pröll den Eindruck, dass man gegen den Sommer hin das Motto "genug gestritten" mehr und mehr vergessen habe.

Die Bevölkerung habe angesichts der Wirtschafts- und Finanzsituation die Erwartung, "dass hier gearbeitet wird und nicht gegenseitig die ideologischen Positionen zu einem Auseinanderdriften führen", meinte Pröll.

Vizekanzler Pröll unterstützt Landeshauptmann Pröll

ÖVP-Chef Josef Pröll hatte erst gestern in der Frage der Bundespräsidentschafts-Kandidatur eindeutig eine mögliche Unterstützung aus der Partei für seinen Onkel Erwin Pröll signalisiert. "Wenn Erwin Pröll sagt, es würde ihn reizen für die Hofburg zu kandidieren, dann ist die Entscheidung für mich klar. Wenn er will, tritt er an." Das sagte er in der "Kleinen Zeitung".

Nach ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger erteilte auch der Parteiobmann einer Unterstützung des amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer eine Absage: "Wir sehen keinen Grund, Heinz Fischer zu unterstützen, denn er kommt aus dem Herzen der SPÖ und konnte das auch in seiner Amtsführung nie ganz verbergen."

(Red.)