Schnellauswahl

Brutaler Raubüberfall auf Ehepaar in Salzburg

Michaela Bruckberger
  • Drucken
  • Kommentieren

Drei Unbekannte überwältigten einen Firmeninhaber und dessen Frau und fesselten das Paar. Sie erbeuteten Bargeld.

Ein Ehepaar ist in der Nacht auf Samstag in der Stadt Salzburg Opfer eines brutalen Raubüberfalls in dessen eigenen vier Wänden geworden. Drei Unbekannte drangen um 1.35 Uhr mit Sturmhauben vermummt in das Wohn- und Firmenobjekt im Stadtteil Itzling ein, überwältigten das Paar im Schlafzimmer und erbeuteten Bargeld. Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen übernommen, teilte die Polizei Salzburg mit.

Die Täter, die mit Schraubenziehern bewaffnet waren, gingen laut Polizei äußerst gewaltsam vor. So schlugen sie den 54-jährigen Firmeninhaber so lange, bis er ihnen das Bargeld herausgab. Anschließend fesselten sie ihn und seine Frau mit dem Kabel eines Staubsaugers und flüchteten. Etwa 20 Minuten später konnte sich der Hausbesitzer befreien und die Polizei verständigen.

Von den Tätern fehlte vorerst jede Spur. Laut den Opfern sollen es aber Osteuropäer sein, die nur gebrochen Deutsch sprechen. Am Samstagnachmittag wurden die Eheleute zu dem Überfall befragt, nachdem sie im Spital ambulant verarztet worden waren. "Sie stehen aber noch stark unter Schock", meinte eine Polizeisprecherin.

Geklärt werden konnte hingegen, wie das Trio ins Haus gelangte. Es hat eine Terrassentür auf der Rückseite des Hauses aufgezwängt und anschließend das schlafende Ehepaar überfallen.

 

Auch in Wien beschäftigen drei brutale Raubüberfälle in Privathäuser die Polizei. Ende Juni ist ein Bankiers-Ehepaar in seinem Wohnhaus im Westen Wiens von Unbekannten überfallen worden. Bereits im Februar und zu Ostern wurden in Wien-Döbling zwei pensionierte Ärzte und ihre Ehefrauen Opfer von sogenannten "Home-Invasions". Am 4. Juli vermeldete die Exekutive einen ersten Erfolg. Ein 27-jähriger Wiener und vier weitere Verdächtige aus Serbien sollen für den Überfall im Februar verantwortlich sein. Der Wiener wurde festgenommen. Nach den anderen wird per EU-Haftbefehl gefahndet.

(APA)