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Japans Opposition bereitet Regierungsübernahme vor

Japans Democratic Party leader Yukio Hatoyama on television
(c) REUTERS (Yuriko Nakao)
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Der designierte neue Premier Yukio Hatoyama hat Koalitions-Verhandlungen aufgenommen. Der scheidende Regierungschef Taro Aso übt Selbstkritik.

Einen Tag nach dem historischen Wahlsieg der japanischen Oppositionspartei DPJ haben am Montag die Vorbereitungen für die Regierungsübernahme begonnen. Der designierte neue Ministerpräsident Yukio Hatoyama nahm als Vorsitzender der Demokratischen Partei (DPJ) Sondierungsgespräche über eine Koalition mit den beiden bisherigen Oppositionspartnern, der Sozialdemokratischen Partei und der Neuen Volkspartei, auf.

Hatoyamas DPJ hatte am Sonntag der seit 1955 fast ununterbrochen regierenden Liberaldemokratischen Partei LDP bei der Unterhauswahl eine verheerende Niederlage bereitet. Die Demokraten gewannen 308 der 480 Sitze, die LDP kam nur noch auf 119. Es wird erwartet, dass die DPJ trotz ihrer Mehrheit eine Koalition mit kleineren Parteien eingehen werde.

Aso tritt zurück

Unterdessen erklärte der scheidende Regierungschef Taro Aso seinen Rücktritt vom Vorsitz der LDP, um die Verantwortung für die historische Niederlage zu übernehmen. Er wolle sich darum bemühen, dass seine Partei sich wieder erneuere und an die Macht zurückkehre.

Aso übte sich in Selbstkritik: Die LDP habe es versäumt, die sozialen Probleme im Lande angemessen anzugehen. Aber auch die Kritik an seiner eigenen Person habe zur Niederlage seiner Partei beigetragen. Nach Ansicht politischer Analytiker haben die Wähler vor allem dem gesamten LDP-System und ihrer Art von Politik eine Absage erteilt.

(Ag.)

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