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Fernsehen: ATV top, ORF flop

(c) Die Presse (Michaela Bruckberger)
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5% Marktanteil für den Privatsender, der 2010 schon 6% will. Beim ORF indes ist auch der August – nach dem schlechtesten Monatsergebnis der Sendergeschichte im Juli mit 34 Prozent – nicht berühmt.

Kein Sommerloch auf ATV: Der Privatsender hatte – laut eigener Angaben – mit 5,1Prozent Marktanteil im August (bei den Zwölf- bis 49-Jährigen) den stärksten Monat seiner Geschichte. Der Wert ist um circa ein Fünftel höher als im August 08. Geschäftsführer Ludwig Bauer führt das Ergebnis auf die „Anker“ im Programm zurück, die ATV setzt – z.B. Serien am Donnerstag oder den Spielfilm-Freitag. „Das ist das Rezept für einen Sender: möglichst wenig zu verändern“, sagte er der „Presse“. Deshalb geht es im Herbst mit Bewährtem weiter: neue Staffeln von „Bauer sucht Frau“, „Teenager werden Mütter“, „Österreich isst besser“. Ab 16.September baut ATV allerdings auch seine Information aus: Mit der wöchentlichen Livediskussion „Am Punkt“ will Bauer „Themen setzen“.

Dass man damit auf einen Anteil an den ORF-Gebühren spekuliert, weist Bauer zurück: „Wir kriegen eh keine. Nach jahrelangem Ringen gibt es jetzt die Ankündigung einer Medienförderung von fünf Mio. Euro – für Radio und TV.“ Ihm gehe es darum, die „Relevanz des Senders zu steigern“ – die Informationssendungen fördern die Unverwechselbarkeit der Marke. Heuer und auch in den nächsten Jahren will Bauer den Jahresmarktanteil stetig um „20 bis 30 Prozent“ steigern – das sei auch heuer schon möglich.

Beim ORF indes ist auch der August – nach dem schlechtesten Monatsergebnis der Sendergeschichte im Juli mit 34 Prozent – nicht berühmt: 34,2 Prozent Marktanteil machen den heurigen August zum quotenschwächsten aller Zeiten (2008: 39%). Der ORF gibt dabei den Marktanteil stets nur für die Kabel- und Sat-Haushalte an (womit er geringfügig schlechter dasteht), ATV tut das für alle Haushalte (also auch jene mit DVB-T).

 

150 Handshakes reichen dem ORF

Am Küniglberg endete am Montag auch die Frist für die „Golden Handshakes“: Über 150 Mitarbeiter dürften das Angebot – Weiterzahlung von 55% des Bruttogehalts plus drei Monatsgehälter bei Ende des Dienstverhältnisses zur Abfertigung dazu – annehmen. Das ökonomische Ziel sei damit erreicht, so ORF-Sprecher Pius Strobl. Finanziert werden die Handshakes mit 25 Mio. Euro Rückstellung, die bereits 08 gebildet wurde. trick

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.09.2009)