RHJ bessert Angebot für Opel noch einmal nach

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FILE - In this July 28, 2009 file photo the Opel logo is seen on the roof of an Opel dealer in Antwer(c) AP (Virginia Mayo)
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Der Finanzinvestor RHJ würde nur noch 3,2 Milliarden Euro staatlich verbürgten Kredit verlangen und ihn ein Jahr früher zurückzahlen als geplant. Doch die Opel-Belegschaft bleibt bei der Präferenz für Magna.

Im Poker um Opel hat der Finanzinvestor RHJ sein Angebot noch einmal nachgebessert. Der Ripplewood-Ableger wolle nun mit 600 Millionen Euro weniger Staatshilfe aus Deutschland auskommen als zuletzt geplant, sagte ein RHJ-Sprecher am Dienstagabend. Statt 3,8 Milliarden fordert der Opel-Bieter nun 3,2 Milliarden Euro. Der geforderte staatlich verbürgte Kredit soll nun 2013 und damit ein Jahr früher als geplant zurückgezahlt werden. RHJ habe die ehemalige Opel-Mutter General Motors in einem entsprechenden Brief über das nachgebesserte Angebot informiert.

Magna bräuchte 4,5 Milliarden

Mit dem neuen Offert will sich RHJ einen Vorteil gegenüber dem konkurrierenden Bieter Magna verschaffen. Während der Zulieferer der bevorzugte Interessent der deutschen Regierung ist, hegt GM Sympathien für RHJ. Dabei verlangt RHJ deutlich weniger Staatshilfen als Magna mit 4,5 Milliarden Euro.

Auch beim Eigenkapital hat der Finanzinvestor nachgebessert. Statt den ursprünglich geplanten 275 Millionen Euro will RHJ nun 300 Millionen Euro in Opel investieren. Magna will insgesamt 500 Millionen Euro an Kapital in den deutschen Autobauer einbringen.

RHJ-Angebot bleibt sonst gleich

RHJ habe das Zahlenwerk für die Opel-Übernahme noch einmal durchgesehen und festgestellt, dass man auch mit weniger Geld auskommen könne, begründete der Sprecher das neue Angebot. Dies werde das Unternehmen auch weiterhin tun. Dabei wolle RHJ aber nicht an Investitionen in die Zukunft von Opel sparen. "Die inhaltlichen Parameter des Angebots bleiben gleich", sagte der Sprecher. Reuters hatte bereits Mitte August von mit der Situation vertrauten Personen erfahren, dass RHJ eine Nachbesserung seines Angebots erwägt.

Opel-Belegschaft für Magna

Teile der Opel-Arbeitnehmer lehnen RHJ als Investor jedoch ab. "Wir haben einstimmig beschlossen, dass mit RHJ keine neuen Gespräche aufgenommen werden", sagte Opel-Betriebsratschef Klaus Franz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ, Mittwoch-Ausgabe).

Die deutsche Regierung strebt noch vor Ende September eine Einigung über Opel an. "Ich hoffe, dass es vor der Wahl sein wird. Wir arbeiten darauf hin", sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bayerischen Rundfunk. Der GM-Verwaltungsrat hatte eine Entscheidung über Opel zuletzt vertagt und weitere Information der Bundesregierung verlangt. Zuletzt hieß es, GM könnte Opel als Alternative dazu auch ganz behalten und den Verkauf abblasen.

Trotz der langwierigen Verhandlungen zeigte sich der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zuversichtlich für einen Kompromiss. "Ich glaube, das der erreichbar ist, und ich bin am Ende davon überzeugt, dass alle eine solche Lösung wollen. Am Scheitern von Opel hat ernsthaft niemand ein Interesse", sagte Koch im Hessischen Rundfunk. Koch hatte sich zuvor klar gegen Staatshilfen für den Opel-Bieter RHJ ausgesprochen.

(Ag. )

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