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Aleviten scheitern mit Anerkennung als Religion

Symbolbild
(c) EPA (VASSIL DONEV)

Die Abspaltung der Wiener Aleviten von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) ist damit vorerst vom Tisch. Die Konflikte in der IGGiÖ gehen damit aber weiter.

Die Vertretung der Wiener Aleviten ist mit ihrem Antrag auf staatliche Anerkennung als Religionsgemeinschaft abgeblitzt. Das bestätigte das zuständige Kultusamt am Mittwoch. Der Verein wollte mit dem im März eingebrachten Antrag den Alleinvertretungsanspruch der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) infrage stellen. Begründung für die Ablehnung ist, dass es sich bei den Aleviten um eine Richtung des Islam handle, der aber bereits anerkannt ist. Damit widerspricht das Kultusamt dem Standpunkt der IGGiÖ.

Der Verein wollte mit der Abgrenzung von der IGGiÖ zudem erreichen, dass in der Öffentlichkeit auch die liberalen Kräfte des Islam wahrgenommen werden. Die Aleviten pflegen eine laizistische Einstellung, insgesamt soll es sich um rund 20.000 Personen in Wien handeln. Insgesamt wurden zwei Anträge vom Kultusamt abgelehnt: einer auf Anerkennung als Religionsgesellschaft nach dem Anerkennungsgesetz und einer - in weiterer Folge - auf Anerkennung als religiöse Bekenntnisgemeinschaft.

Kritik an der IGGiÖ

Einer der Gründe für die Anträge an das Kultusamt waren Konflikte mit der IGGiÖ: Diese vertrete nur den sunnitischen Islam, sagte Gunther Ahmed Rusznak, Generalsekretär des "Islamischen Informations- und Dokumentationszentrums Österreich" (IIDZ), das den Antrag unterstützte.

(APA/Red.)