ATX nach dem Stresstest im Dauerlauf in Minus

Marktbericht. Der Wiener Leitindex verlor nach einem frühen Tageshoch bis zum Handelsende - wie auch die europäischen Leitindizes - bis zum Handelsende deutlicher. RBI und Erste belasten nach dem Stresstest.

Wien. Die Wiener Börse hat am heutigen Montag bei unterdurchschnittlichem Volumen mit schwacher Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX fiel gegenüber dem Freitag-Schluss (2.233,44) um 24,31 Punkte oder 1,09 Prozent auf 2.209,13 Zähler. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 0,80 Prozent oder 9,14 Punkten bei 1.135,27 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,07 Prozent, DAX/Frankfurt +0,07 Prozent, FTSE/London -0,37 Prozent und CAC-40/Paris -0,48 Prozent.

Von Konjunkturseite richtete sich der Blick heute auf die Einkaufsmanagerindizes der Industrie. Die Werte für Spanien und Italien, für die keine Erstveröffentlichungen vorlagen, blieben teilweise deutlich unter den Erwartungen. Für die Eurozone ging sich für Juli aber dank guter Daten aus Deutschland trotzdem mit 52 Punkten ein Wert etwas über den Prognosen aus.

Die US-Industrie hat im Juli hingegen leicht an Fahrt verloren. Der Einkaufsmanager-Index fiel um 0,6 Zähler auf 52,6 Punkte, wie aus der Firmenumfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht.

Auf den Verkaufslisten waren in Wien besonders Bankenwerte zu finden, die den Gesamtmarkt nach unten zogen und etwas weniger als die Hälfte der Handelsumsatzes ausmachten. Raiffeisen Bank International (RBI) schlossen nach Verlaufsverlusten von knapp zehn Prozent 5,04 Prozent tiefer bei 11,21 Euro und Erste Group verloren 2,87 Prozent auf 23,03 Euro. Am Freitag hatten die Erste Group und die Raiffeisen Zentralbank (RZB), die Konzern-Mutter der RBI, den Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht EBA bestanden. Der RZB stellten die Tester aber ein sehr schwaches Zeugnis aus - sie lag an vorletzter Stelle.

Unter den weiteren Schwergewichten legten Immofinanz 1,90 Prozent auf 1,99 Euro zu. Andritz rückten zaghafte 0,12 Prozent auf 45,66 Euro vor. OMV fielen 0,57 Prozent auf 23,63 Euro und voestalpine knickten 1,36 Prozent auf 31,09 Euro ein.

Den Spitzenplatz im ATX übernahmen Palfinger mit plus 3,06 Prozent auf 27,48 Euro. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Palfinger-Aktien nach Vorlage der Geschäftszahlen zum zweiten Quartal bestätigt. Das Kursziel haben sie von 31,5 Euro auf 33,0 Euro erhöht. Die Experten der Berenberg Bank haben hingegen ihre Einschätzung "Buy" für die Papiere des Kranherstellers beibehalten.

Das Tageshoch erreichte der ATX gegen 9.08 Uhr mit 2.245,86 Zählern. Das Tagestief lag knapp vor 17.00 Uhr bei 2.208,31 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung 18 Titel mit höheren Kursen, 19 mit tieferen und zwei unverändert. In zwei Aktien kam es zu keiner Kursbildung.

Gehandelt wurden im prime market 6.452.974 (Vortag: 7.966.072) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Erste Group mit 826.397 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 167,30 (198,602) Mio. Euro zu Stande, wovon 38,41 Mio. Euro allein auf Erste Group entfielen.

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