Zeichen der Zeit: Credit Suisse und Deutsche Bank fliegen aus Stoxx 50

Die kräftigen Kursverluste von Credit Suisse und Deutsche Bank haben Konsequenzen und machen im Stoxx 50 den Weg frei für einen Baukonzern und einen Halbleiter-Hersteller.

Zürich/Frankfurt. Die Aktien von Credit Suisse und Deutsche Bank werden mit 8. August aus dem Auswahlindex Stoxx Europe 50 entfernt, wie der Indexanbieter Stoxx am Montagabend mitteilte.
An ihrer Stelle werden die Titel des französischen Baukonzerns Vinci und des niederländischen Zulieferers für die Halbleiterindustrie ASML aufgenommen. Experten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet - beide Bank-Titel hatten zuletzt nach der Vorlage ihrer Quartalszahlen, aber auch infolge des Brexit-Votums heftige Kursverluste hinnehmen müssen.

Hintergrund des außerplanmäßigen Austauschs ist die sogenannte "Fast-Exit-Regel". Diese besagt, dass Index-Titel aus dem insgesamt 50 Unternehmen umfassenden Stoxx-Index entnommen werden, wenn sie zwei Monate in Folge auf der monatlichen Selektionsliste auf Platz 75 oder schlechter landen. Wichtig sind Index-Veränderungen insbesondere für Fonds, die die Indizes nachbilden, da sie ihre Portfolios entsprechend anpassen müssen.

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