Erste-Group-Chef Treichl will Aktionäre (vielleicht) mit 1,10 € Dividende beglücken

Die Erste Group legt heuer Geld für etwa 1,10 Euro Dividende zur Seite. In Stein gemeißelt ist die Zahl jedoch noch nicht.

Wien. Die börsennotierte Erste Group ist nach dem Rekordgewinn vom ersten Halbjahr auch für das Gesamtjahr optimistisch, obwohl anders als in den vergangenen drei Jahren die Kosten heuer und auch 2017 und 2018 steigen werden. Konzernchef Andreas Treichl sagte am Freitag, die Bank habe vorgesorgt, für 2016 eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie auszahlen zu können.

In Stein gemeißelt ist die Zahl noch nicht, aber es wurde im ersten Halbjahr schon entsprechend Geld für eine Dividendenausschüttung zur Seite gelegt. Für Aussagen zur tatsächlichen Dividendenhöhe müssten auch noch die neuen Kapitalvorgaben durch die Regulatoren abgewartet werden. Da würden aktuell aber keine großen Änderungen erwartet.

Für 2015 wurden 50 Cent je Aktie gezahlt.

Gesetzliches Bankomatgebührenverbot für Erste-Chefs "Schwachsinn"

Kritik übte der Erste-Chef in der Halbjahrespressekonferenz an den Schock-Annahmen im letzten europäischen Bankenstresstest. Dass der österreichische Bankenapparat ein Problem habe, habe vor allem zwei Banken in staatlichem Besitz betroffen. Er hoffe, dass auch die österreichische Aufsicht einmal beginne zu differenzieren, sagte Treichl.

Ein gesetzliches Verbot von Bankomatgebühren ist für die Chefs der Erste Group ein rotes Tuch. Erste-Privatkundenvorstand Peter Bosek nannte am Freitag eine derartige Einmischung der Politik "kompletten Schwachsinn".

Konzernchef Andreas Treichl könnte sich für politische Eingriffe in die Banken-Gebührenpolitik dann erwärmen, wenn die Bürger im Gegenzug das Recht hätten, in die staatliche Gebührenlandschaft einzugreifen. Da fiele ihm viel ein, vor allem bei Gemeindegebühren, ätzte der Banker am Freitag.

Für die Erste sei die Einhebung von Bankomatgebühren von ihren Kunden kein Thema, wurde bekräftigt.


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