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Französische Stadt will Halal-Shop zwingen, Alkohol zu verkaufen

Halal-Supermarkt in Lille
Halal-Supermarkt in LilleAPA/AFP/PHILIPPE HUGUEN
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Die Stadtverwaltung von Colombes fordert einen Halal-Supermarkt auf, das Angebot zu erweitern. Der Fall wird vor Gericht verhandelt.

Ein Halal-Supermarkt in der Industriestadt Colombes nahe Paris sorgt über die Grenzen Frankreichs hinaus für Schlagzeilen. Der Grund ist eine Forderung der Stadtverwaltung: Der Laden müsse sein Angebot erweitern und auch Produkte wie Alkohol und Schweinefleisch anbieten. Bürgermeisterin Nicole Goueta habe den Besitzer persönlich gebeten, das Sortiment zu erweitern, erzählte ein Beamter gegenüber dem "Telegraph".

Der Halal-Markt hat erst im Vorjahr einen anderen Lebensmittelladen ersetzt. Vor allem ältere Anrainer haben sich laut Angaben der Stadtveraltung beschwert: Man könne im Shop nicht mehr wie früher Alkohol und Schweinefleisch kaufen, der Weg zum nächsten Supermarkt sei zu weit.

Pächter: "Mir geht es nur um das Geschäft"

Pächter Soulemane Yalcin, dessen Vertrag eigentlich bis 2019 läuft, sagte gegenüber französischen Medien, es gehe ihm lediglich ums Geschäft. Er spreche eben eine bestimmte Zielgruppe an. Die Stadtverwaltung hält dagegen: "Wir möchten keine Umgebung nur für Muslime, genauso wenig wie wir ein Viertel wollen, in dem keine Muslime leben". Das Rathaus betont, man hätte genauso reagiert, wenn es sich um einen koscheren Supermarkt handeln würde. 

Im Vertrag ist von einem "Lebensmittelladen mit zugehörigen Aktivitäten" die Rede. Was das genau bedeutet, werden im Oktober die Gerichte klären.

>>> Bericht auf "telegraph.co.uk"

(sk)