Somit knüpfte der ATX an die positive Tendenz von vergangenem Freitag an, auch das übrige europäische Handelsumfeld präsentierte sich überwiegend im Plus.
Der Wiener Aktienmarkt hat am frühen Montagnachmittag seine Vormittagsgewinne etwas eingegrenzt aber dennoch weiterhin klar im Plus tendiert. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.247,11 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 17,24 Punkten bzw. 0,77 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,84 Prozent, FTSE-100/London -0,13 Prozent und CAC-40/Paris +0,32 Prozent.
Somit knüpfte der ATX an die positive Tendenz von vergangenem Freitag an, auch das übrige europäische Handelsumfeld präsentierte sich überwiegend im Plus. Schwache Handelsdaten aus China, die in der Nacht auf Montag bekannt wurden, konnten die Stimmung der Anleger nicht entscheidend trüben. Hingegen wurde vorbörslich bekannt, dass die deutsche Industrieproduktion im Juni stärker gestiegen war, als erwartet.
Andritz macht Minus wett
Keinen wesentlichen Effekt hatte eine Umfrage zum Investorenvertrauen im Euroraum: Anleger haben den Schock des Brexit-Votums vorerst weggesteckt und blicken optimistischer auf die Konjunktur im Euroraum. Das entsprechende Stimmungsbarometer stieg im August um 2,5 Zähler auf plus 4,2 Punkte, wie die Investmentberatung Sentix zu ihrer Umfrage unter knapp 1.000 Börsianern mitteilte. Ökonomen hatten nur einen Anstieg auf plus 3,0 Zähler erwartet.
Ansonsten dürfte es um impulsgebende Konjunkturdaten zum Wochenauftakt eher ruhig bleiben, selbiges gilt für die heimische Berichtssaison. Diese nimmt erst wieder am morgigen Dienstag mit Zahlen zum Auftaktquartal der voestalpine Fahrt auf. Die Aktie des Linzer Stahlkonzerns tendierte im Vorfeld der Ergebnisse um 2,55 Prozent höher.
Die Aktien der Andritz machten mit Plus 1,06 Prozent auf 44,06 Euro ihr knapp zweiprozentiges Minus vom vergangenen Freitag nahezu wett. Die Analysten der Schweizer UBS haben ihr Kursziel für die Aktie des Grazer Anlagebauers Andritz von 54 auf 51 Euro reduziert. Ihre Anlageempfehlung lautet weiterhin "buy". Seine pessimistischere Prognose für die Preisentwicklung der Andritz-Aktie begründet der UBS-Experte Sven Weier in seiner aktuellen Studie mit den Quartalszahlen der Andritz vom vergangenen Freitag.
Bankwerte höher
Auch die Erste Group hatte am Freitag Quartalszahlen publiziert und auch hier meldeten sich Analysten zu Wort: Die Wertpapierexperten der Credit Suisse (CS) haben für die Aktie der Erste Group nach deren Zahlenvorlage vom vergangenen Freitag ihr Kursziel von 30 auf 31 Euro angehoben. Die Empfehlung "outperform" wurde zudem bestätigt. Zudem wurden die CS-Prognosen für den jährlichen Nettogewinn der kommenden drei Geschäftsjahre klar angehoben, für heuer um 17 Prozent, für 2017 um 10 Prozent und 2018 um 4 Prozent. Die Erste-Aktie notierte im Verlauf um 0,37 Prozent höher bei 24,16 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 13.35 Uhr bei 2.252,77 Punkten, das Tagestief lag zur Eröffnung bei 2.230,16 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 0,68 Prozent bei 1.151,82 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 27 Titel mit höheren Kursen, elf mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.392.261 (Vortag: 2.072.118) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 76,13 (66,05) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 492.021 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 23,80 Mio. Euro entspricht.
(APA)